Prozess in Berlin

Frau niedergestochen und angezündet?

© TZ Österreich, Artner, Symbolbild
Es waren Horrorszenen: Das Opfer, eine 33-jährige Frau, stand in Flammen, der Täter soll auch auf sie eingestochen haben. Jetzt begann der Prozess vor dem Landesgericht Berlin.
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Vor dem Landgericht Berlin muss sich aktuell ein 45-jähriger Angeklagter wegen gefährlicher Körperverletzung und Nötigung verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine damalige Partnerin am 21. Juli 2026 in einer Unterkunft für Wohnungslose in Schöneberg zunächst mit einem Messer verletzt, anschließend mit einer hochentzündlichen Flüssigkeit übergossen und angezündet zu haben.

Laut Anklage hielt sich die 33-jährige Frau im Zimmer eines 39-jährigen Nachbarn auf, als der Angeklagte unerwartet erschien. Er soll mit einem Küchenmesser gedroht, in Richtung des Nachbarn gestochen und die Frau durch Schnitte verletzt haben. Anschließend schüttete er die Flüssigkeit aus einer Plastikflasche über sie und zündete sie mit einem Feuerzeug an. "Sie stand kurzzeitig in Flammen", heißt es in der Anklageschrift.

Angeklagter bestreitet alles

Der Nachbar reagierte geistesgegenwärtig, warf eine Decke über die Frau und erstickte die Flammen. Die Verletzte erlitt unter anderem eine große Brandwunde am linken Oberschenkel und im Hüftbereich und musste mehrfach operiert werden.

Der Angeklagte, der seit seiner Festnahme kurz nach der Tat in Untersuchungshaft sitzt, bestreitet die Vorwürfe. "Ich habe die Verletzungen nicht herbeigeführt", sagte er zum Prozessauftakt. Er räumte ein, aus Wut Benzin – das er zum Grillen dabeigehabt habe – verspritzt zu haben. Die Flammen seien entstanden, als die Frau selbst nach einem Feuerzeug griff und Benzin an der Hand hatte. Ein Messer habe er nicht als Waffe eingesetzt.

Der Prozess wird fortgesetzt; bis zum 1. Dezember sind zwei weitere Verhandlungstage angesetzt.