Formel-1-Legende

Freund: Michael Schumacher ist "nicht okay"

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Ein enger Wegbegleiter spricht über die Formel-1-Legende.
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Seit seinem schweren Skiunfall im Dezember 2013 ist Michael Schumacher vollständig aus der Öffentlichkeit verschwunden. Über den Gesundheitszustand der Formel-1-Legende ist bis heute kaum etwas bekannt. Seine Ehefrau Corinna schützt die Privatsphäre des siebenfachen Weltmeisters konsequent. Nun hat sich Richard Hopkins, ein früherer Weggefährte aus der Formel 1, mit bewegenden Worten zu einem möglichen Wiedersehen geäußert.

"Nicht okay"

Hopkins, der früher bei Red Bull tätig war und Schumacher bereits aus dessen Zeit bei McLaren kannte, würde den Deutschen gerne wieder persönlich treffen. Allerdings stellt er dabei eine klare Bedingung: Schumacher müsse sich in einem Zustand befinden, in dem ein solcher Kontakt auch für ihn selbst in Ordnung wäre.

"Ich hoffe, dass wir ihn eines Tages wiedersehen. Das würde mich sehr freuen. Aber nur, wenn es das Richtige für ihn ist", erklärte Hopkins gegenüber dem Portal iPredicta. Niemand wolle Michael in einer Situation sehen, in der er selbst nicht gesehen werden möchte.

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Besonders eindringlich wurde Hopkins bei der Frage nach Schumachers Gesundheitszustand: "Ich würde Michael gerne wiedersehen, aber ich würde Michael gerne in einem guten Zustand sehen. Ich glaube, "okay" ist dafür das richtige Wort. Aber gleichzeitig gilt: Wenn es ihm nicht gut geht, würde ich ihn lieber nicht sehen."

Er wolle sich mit seinem früheren Weggefährten lieber auf einen Kaffee treffen und mit ihm plaudern, als ihn in einer Situation zu erleben, die für ihn selbst unangenehm sein könnte. "Ich würde gerne mit Michael zusammensitzen und einen Kaffee trinken. Aber nicht, um ihn in einem Zustand zu sehen, in dem es ihm nicht gut geht. Das muss man respektieren", so Hopkins.

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Corinna schützt ihren Mann konsequent

Auch für die Entscheidung von Ehefrau Corinna zeigte Hopkins Verständnis. Er könne zwar nicht sagen, was sie über mögliche öffentliche Auftritte denke, vermute aber, dass ihre Haltung eng mit dem Wunsch verbunden sei, Michael zu schützen.

"Er war der Inbegriff von Stärke. Ich glaube, sie schützt ihn vielleicht sogar mehr, als sie sich selbst und die Familie schützt", sagte Hopkins. Die konsequente Abschirmung sei deshalb zu respektieren. Über Schumachers tatsächlichen Gesundheitszustand wollte er nicht spekulieren.

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Schumacher hatte sich im Dezember 2013 bei einem Skiurlaub in den französischen Alpen schwerste Kopfverletzungen zugezogen. Trotz eines Helms prallte er bei einem Sturz gegen einen Felsen. Nach mehreren Monaten im künstlichen Koma wurde er in die häusliche Pflege überführt. Seither hält die Familie medizinische Informationen und Details zu seinem Alltag weitgehend unter Verschluss.

Neue Doku

Aktuell sorgt auch eine neue Netflix-Dokumentation über den Motorsportstar für Aufmerksamkeit. Sie beleuchtet insbesondere Schumachers ersten Formel-1-Weltmeistertitel 1994 mit Benetton. Die Saison war nicht nur sportlich außergewöhnlich, sondern wurde auch von der Tragödie um Ayrton Senna überschattet, der beim Großen Preis von San Marino tödlich verunglückte.

Michael und Corinna Schumacher mit Willi Weber. © Getty Images

Auch Corinna Schumacher kommt in der Dokumentation zu Wort und gibt Einblicke in das Leben ihres Mannes abseits der Rennstrecke. Hopkins erinnert sich unterdessen an einen ganz anderen Michael Schumacher, als ihn viele Zuschauer wahrgenommen hätten. Hinter dem teilweise kühlen und kompromisslosen Auftreten habe ein ausgesprochen emotionaler Mensch gesteckt.

"Er war ein sehr emotionaler Typ und hat seine Gefühle offen gezeigt", erinnerte sich Hopkins. Wenn Schumacher wütend gewesen sei, habe man das durchaus bemerkt. "Der Mann war schließlich ein Mensch und nicht aus Stahl. Er war kein verdammter Roboter." Vieles von dem, was die Öffentlichkeit von Schumacher gesehen habe, sei möglicherweise auch eine bewusste Rolle gewesen.

An der Haltung der Familie hat sich jedoch nichts geändert: Über Schumachers tatsächlichen Gesundheitszustand gibt es weiterhin keine verlässlichen öffentlichen Angaben.