Wirtshauskultur

Ganslwochen: 43.000 Federviecher im Anflug

© Wiesbauer
165 Betriebe in Niederösterreich halten rund 43.000 Gänse, die ab dem Martinstag am 11. November mit Rotkraut und Knödel auf den Tellern landen.
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Das Problem: Zwischen 70 und 80 Prozent des Verbrauchs kommen aus dem Ausland, vor allem aus Ungarn und Polen. Daher ist es angeraten, immer nach der Herkunft der Gänse auf dem Teller zu fragen.

Denn die heimischen Tiere haben die Nase vorn. Fünf bis sieben Monate verbringen sie auf der Weide und fressen Gras und etwas Getreide. Importierte Gänse werden zwölf Wochen lang im Stall gemästet.

Daunen und Verbote

Neben dem Braten liefern die Tiere begehrte Daunen, die durch die lange Weidehaltung ausreifen. Lebendrupfen und Stopfleber, in Frankreich und Ungarn an der Tagesordnung, sind in Österreich per Tierschutzgesetz verboten.

Der Brauch geht auf germanische Schlachtgelage zu Ehren von Göttervater Odin zurück. Rund um den 11. November drängen sich 70 Prozent der Nachfrage. Jedes Jahr werden in Österreich 450.000 Gänse verzehrt, bis zu 1.300 Tonnen.