Nach 60 Jahren

Gastarbeiter-Denkmal: Wien setzt Zeichen der Anerkennung

© Getty Images
Vor 60 Jahren wurde das Anwerbeabkommen zwischen Österreich und dem damaligen Jugoslawien geschlossen, nun würdigt Wien jene Menschen, die die Stadt über Jahrzehnte mit aufgebaut haben.
Zur Vollversion des Artikels

Im Wiener Rathaus standen in dieser Woche jene Frauen und Männer im Mittelpunkt, die in den 1960er- und 1970er-Jahren aus Jugoslawien und der Türkei nach Wien kamen. Viele von ihnen verließen ihre Heimat auf der Suche nach Arbeit und einer besseren Zukunft. Mit großem Einsatz prägten sie Betriebe, Baustellen und ganze Stadtteile und wurden zu einem wichtigen Teil der Wiener Geschichte.

Ein emotionaler Höhepunkt der Veranstaltung war die Präsentation der Pläne für ein Gastarbeiter-Denkmal. Nach mehreren Jahren Vorbereitung soll das Erinnerungsprojekt nun Wirklichkeit werden. Der Standort ist bewusst gewählt: Beim heutigen Hauptbahnhof, auf dem Gelände des ehemaligen Südbahnhofs, kamen viele der damaligen Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten erstmals in Wien an. Das Denkmal wird fast vollständig durch Spenden finanziert. Sinn und Zweck ist, die Lebensgeschichten jener Menschen dauerhaft sichtbar zu machen, die mit harter Arbeit zum Aufstieg Wiens beigetragen haben.