Die Nachricht, die am Mittwochabend verkündet wurde, schlug hohe Wellen in der deutschsprachigen Fernsehlandschaft. Gedeon Burkhard, der von 1998 bis 2001 in der absoluten Kult-Krimiserie "Kommissar Rex" als Kriminalinspektor Alexander Brandtner Millionen vor die Bildschirme lockte, stellt sich einer ganz neuen Herausforderung. Regelmäßig schalteten um die Jahrtausendwende über zehn Millionen Menschen ein, als er seine Fälle mithilfe des ausgebildeten Polizeihundes Reginald von Ravenhorst – genannt Rex – löste. Nun tauscht er den Ermittler-Ausweis gegen Kameras rund um die Uhr ein. Im Gespräch mit BUNTE.de offenbart der beliebte Darsteller die sehr ehrlichen und bodenständigen Beweggründe für seine überraschende Teilnahme an dem Reality-Format.
Auch interessant
Geldnot und mangelnde Angebote als Triebfeder
Der Schauspieler macht aus seinen Motiven kein Geheimnis und spricht erstaunlich offen über finanzielle Aspekte. "Es gibt für mich zwei Dinge, warum ich mitmache. Man muss schon sagen, dass es zur Hälfte die Kohle ist. Denn ich kann wirklich echt gut gebrauchen. Das andere ist: weil es die letzten Jahre nicht mehr so wahnsinnig gut lief. Nach Corona ist das nie wieder so richtig in Gang gekommen und Angebote sind immer weniger geworden", verrät er. Die weltweite Pandemie hat die Filmbranche nachhaltig verändert, und für ihn war es zunehmend schwierig, an neue Engagements zu kommen.
Der Wunsch nach einer beruflichen Wiederentdeckung
Neben dem finanziellen Aspekt sieht der Darsteller in der Show jedoch auch eine große Chance für ein berufliches Comeback. Viele Menschen hätten ihn noch immer im Kopf, wie er vor über zwanzig Jahren als junger Mann einem Hund hinterherlief, und vergessen dabei, dass auch Schauspieler altern. Es sei wirklich schwierig für ihn, und das Format bietet nun die Möglichkeit, sich einem Publikum, das sich vielleicht noch an ihn erinnert, von einer anderen Seite zu zeigen. Er verbindet mit dem Einzug eine große Hoffnung für seine berufliche Zukunft: "Vielleicht führt das Ganze dazu, dass man mich neu entdeckt und die Chance, dass meine Teilnahme dazu führt, dass ich vielleicht doch wieder ein bisschen in meinem Beruf arbeiten darf, weil Leute plötzlich sagen: 'Mein Gott! Den gibt es ja auch noch!'"
Fremdeln mit dem Reality-Format
Trotz seines Einzugs hat der Schauspieler bisher kaum Erfahrung mit dem Format "Big Brother" gesammelt und fremdelt noch etwas damit. Er selbst gibt gegenüber BUNTE.de offen zu, dass er noch nie eine ganze Folge gesehen hat: "Ganz am Anfang habe ich mal eingeschaltet, als es ein neues Format war und man keine Ahnung hatte, was auf einen zukam. Da war das auch noch nicht mit Promis. In den Jahren habe ich immer mal wieder reingeklickt. Aber für mich persönlich war das nie etwas, das mich maßlos unterhält." Stattdessen schaue er privat lieber amerikanische oder norwegische Serien bis in den Morgen – es gebe schließlich so viel Auswahl, dass man ohnehin nicht alles schauen könne. Nun muss er sich selbst im Container beweisen.