Gesundheits-Warnung

Gefahr am Strand: Wann Barfußlaufen krank macht

© Getty Images (Symbolbild)
Wer im Urlaub sorglos barfuß durch den warmen Sand schlendert, riskiert eine schmerzhafte Infektion mit fiesen Parasiten. Unter der Oberfläche traumhafter Strände lauern winzige Larven, die sich unbemerkt in Ihre Füße fressen.
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Barfuß durch den warmen Sand zu laufen gehört für viele zum perfekten Urlaubsgefühl. Doch an bestimmten Orten lauern im Boden winzige Parasiten, die schwere gesundheitliche Schäden verursachen können, wie "chip.de" berichtet.

Was sind Hakenwürmer und wie infiziert man sich?

Hakenwürmer sind winzige Parasiten, deren Larven im feuchten Boden oder im Sand überleben können. Sie gelangen meist über den Kot von infizierten Tieren wie Hunden oder Katzen in die Umwelt. Wenn Menschen an diesen Orten barfuß laufen, kommt es zum direkten Kontakt mit den Larven. Gegenüber der Wochenzeitung "Die Zeit" erklärte Esther von Stebut, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie am Universitätsklinikum Köln: "Die Larven bohren sich also gerne mal in den Po."

Der Infektionsweg und die Symptome im Überblick:

  • Eindringen durch die Haut: Die mikroskopisch kleinen Larven benötigen keine Wunden, sondern können die gesunde, unverletzte Haut an den Fußsohlen aktiv durchdringen.
  • Hautmaulwurf (Cutaneous Larva Migrans): Nach dem Eindringen wandern die Larven unter der Hautoberfläche umher. Dies hinterlässt rote, fadenförmige und stark juckende Gänge, die an die Spuren eines Maulwurfs erinnern.
  • Entzündungen und Blasen: Neben dem extremen Juckreiz kann es an den betroffenen Stellen zu schmerzhaften Schwellungen, Rötungen und Blasenbildung kommen.

Da der Mensch für diese speziellen Tier-Hakenwürmer ein sogenannter Fehlwirt ist, können sich die Larven im menschlichen Körper meist nicht vollständig weiterentwickeln und sterben nach einigen Wochen oder Monaten von selbst ab. Bis dahin verursachen sie jedoch erhebliche Beschwerden, die medizinisch behandelt werden müssen.

An welchen Orten ist besondere Vorsicht geboten?

Das Risiko einer Infektion ist nicht überall gleich hoch. Während heimische Strände in Österreich und Mitteleuropa aufgrund der klimatischen Bedingungen in der Regel sicher sind, sieht das in beliebten Fernreisezielen ganz anders aus.

Besonders gefährdet sind Reisende in folgenden Gebieten:

  • Tropische Traumstrände: In der Karibik, in Südostasien (z. B. Thailand) sowie in Teilen Afrikas und Südamerikas sind die Böden häufiger mit den Larven belastet.
  • Vorsicht bei Sandburgen: Die Eier und Larven des Parasiten bevorzugen trockene Sand. Somit sollten Kinder ihre Sandburgen nur im feuchten Sand bauen.
  • Strände mit freilaufenden Tieren: Überall dort, wo Hunde oder Katzen freien Zugang zum Strand haben und dort ihr Geschäft verrichten, ist das Infektionsrisiko extrem erhöht.

Effektiver Schutz: So schützen Sie Ihre Füße im Urlaub

Niemand muss im Urlaub auf den Strandbesuch verzichten, doch mit dem richtigen Verhalten lässt sich das Risiko einer Infektion auf ein Minimum reduzieren. Mediziner empfehlen einfache, aber wirkungsvolle Vorsichtsmaßnahmen für die Reise.

Tragen Sie an Stränden, an denen auch Tiere herumlaufen, konsequent leichte Strandschuhe oder Flip-Flops. Vermeiden Sie es zudem, sich ohne Unterlage oder Handtuch direkt in den Sand zu legen, da die Larven auch über die Haut am Rücken oder an den Beinen eindringen können. Sollten nach dem Urlaub juckende Hautveränderungen an den Füßen auftreten, sollte umgehend ein Hautarzt oder Tropenmediziner aufgesucht werden. Mit speziellen Salben oder Tabletten lässt sich die Infektion in der Regel schnell und unkompliziert heilen.