Oliver Glasner kehrt am Sonntag (15 Uhr) ausgerechnet mit Erzfeind Nottingham Forest zu seinem Ex-Klub Crystal Palace zurück. Bei seinem alten Verein hinterließ der Österreicher nach den historischen Triumphen im FA Cup und der Conference League zwar Legendenstatus, doch nach seinem plötzlichen Wechsel im Sommer schäumen viele Fans vor Wut.
"Zwei Seelen, wohnen, ach, in meiner Brust"
Nun droht dem Erfolgs-Coach im Selhurst Park ein eiskalter Empfang. Glasner gibt sich vor dem Brisanz-Duell jedoch gelassen und rechnet fest mit Pfiffen der Anhänger. Wie der Guardian berichtet, blickt Glasner mit gemischten Gefühlen auf die Rückkehr und flüchtet sich sogar in die Klassik und zitiert Johann Wolfgang von Gothe: "Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust", zitiert die Zeitung den Österreicher in Anspielung auf Goethes Faust.
Gegenüber dem Guardian stellt der 52-Jährige klar, dass er sich für seine Entscheidungen nicht verbiegen wird: "Ich werde nie sagen, was alle hören wollen, sondern was ich für richtig halte. Und dann muss ich die Pfiffe akzeptieren."
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Pfiffe gehören zum Geschäft
Ein zusätzliches Verwirrspiel bietet die explosive Vorgeschichte beider Klubs. Forest-Eigner Evangelos Marinakis verklagte Palace wegen Beleidigung, nachdem Palace-Fans ein Banner enthüllten. Gleichzeitig zog Forest vor die UEFA, um Palace den Platz in der Europa League abzuluchsen. Mittendrin steht nun Glasner, der den Druck kennt und trotzt. Sein Motto bleibt unerschütterlich: Pfiffe gehören zum Geschäft, solange er sich treu bleibt.