Am Freitag wurden 71 bislang unter Verschluss gehaltene Dokumente veröffentlicht. Sie bilden die sechste Tranche der freigegebenen UFO-Akten der US-Regierung.
Darunter befinden sich Hunderte Seiten mit Spesenabrechnungen der Defense Intelligence Agency (DIA), des militärischen Nachrichtendienstes des Pentagons.
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Die Unterlagen geben Einblick in das Programm AAWSAP (Advanced Aerospace Threat Identification Program). Es lief von 2008 bis 2012 und kostete laut den Dokumenten zig Millionen Dollar.
Warp-Antrieb und Unsichtbarkeit
Im Rahmen des Programms wurden Forscher mit der Untersuchung verschiedener futuristischer Technologien beauftragt.
Dazu gehörten unter anderem exotische Materialien wie metallisches Glas, Konzepte für Überlichtgeschwindigkeit und Warp-Antriebe sowie Tarntechnologien, mit denen Objekte theoretisch unsichtbar gemacht werden könnten.
Auch Quantenverschränkung und Laserwaffen für militärische Zwecke standen auf der Liste.
Gab es sogar ein Warp-Raumschiff?
In den veröffentlichten Unterlagen finden sich außerdem Zeichnungen eines experimentellen Raumschiffs.
Das Konzept sah theoretisch eine sogenannte "Warp-Blase" vor. Dabei sollte die Raumzeit vor dem Raumschiff zusammengezogen und hinter ihm ausgedehnt werden. Das Schiff selbst würde sich dabei nicht einfach klassisch schneller als das Licht bewegen.
Ein solches Konzept geht unter anderem auf den mexikanischen Physiker Miguel Alcubierre zurück. Seine theoretische Idee ist als Alcubierre-Antrieb bekannt.
Haben Ufos etwas damit zu tun?
Die Veröffentlichung wirft eine spannende Frage auf: Könnten einige der ungewöhnlichen Flugmanöver, die von US-Militärpiloten beobachtet wurden, mit geheimen Technologien zusammenhängen?
Belege dafür liefern die nun veröffentlichten Dokumente allerdings nicht. Dass das Pentagon solche Konzepte untersuchen ließ, bedeutet auch nicht, dass entsprechende Antriebe tatsächlich gebaut oder eingesetzt wurden.
Warp-Antrieb bleibt bislang Theorie
An Konzepten für Warp-Antriebe wird bereits seit Jahrzehnten theoretisch gearbeitet. Auch der Raumfahrtingenieur Sonny White beschäftigte sich mit entsprechenden Ideen.
Das grundlegende Problem bleibt jedoch die benötigte Energie. Für einen funktionierenden Warp-Antrieb wären nach bisherigen Berechnungen enorme Energiemengen notwendig.
Die jetzt veröffentlichten Akten zeigen damit vor allem, wie weit das US-Militär bei der Suche nach futuristischen Technologien denken ließ – und wie viel Geld dafür in die Forschung floss.