Teuerungs-Indikator

Geldmenge in Eurozone wächst schnell

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Die Geldmenge M3, die als Konjunkturindikator gilt, legte im August um 3,5 Prozent zu. Das treibt allerdings auch die Inflation.
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Ein beschleunigtes Wachstum der Geldmenge (wie aktuell der Anstieg von M3 um 3,5 Prozent) hat Auswirkungen auf die Teuerung (die Inflation). Mehr Geld im Umlauf bedeutet: Es gibt eine höhere Nachfrage nach Konsumgütern und Immobilien. Das treibt dort die Preise an.

Das Wachstum der Geldmenge im Euroraum hat sich im August weiter beschleunigt und den höchsten Stand seit über einem Jahr erreicht. Die breit gefasste Geldmenge M3 legte im Jahresvergleich um 3,5 Prozent zu, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag mitteilte. Im Vormonat war die Geldmenge M3 um 3,4 Prozent gewachsen. Analysten hatten den Anstieg der Jahresrate im Schnitt erwartet.

Konjunkturindikator M1

Damit hat sich das Wachstum der Geldmenge M3 bereits den vierten Monat in Folge beschleunigt und das stärkste Wachstum seit Mai 2025 erreicht. Die enger gefasste Geldmenge M1 stieg im Jahresvergleich deutlich schwächer als im Monat zuvor, um 2,9 Prozent. Im Juli hatte die Rate 3,1 Prozent betragen. M1 gilt unter Ökonomen als Konjunkturindikator.

Das Wachstum der Kreditvergabe an private Haushalte stieg um 3,1 Prozent im Jahresvergleich und damit genauso stark wie im Monat zuvor. Das Wachstum bei den Unternehmenskrediten hat sich hingegen abgeschwächt. Unternehmen außerhalb der Finanzbranche bekamen 4,2 Prozent mehr Kredite als vor einem Jahr, nachdem die Rate im Juli noch bei 4,4 Prozent gelegen war.