Riesen-Wirbel
Gender-Eklat um Schlager-Star Heino
Vor der traumhaften Kulisse des Kärntner Wörthersees ist es hinter den Kulissen einer neuen Fernsehproduktion zu einem lautstarken Eklat gekommen. Der beliebte Volksmusik-Star Heino (89), der in dem Serien-Pilotfilm "Die Rettungsschwimmer:innen vom Wörthersee" eine prominente Gastrolle übernommen hat, droht nun mit dem sofortigen und endgültigen Abbruch der Dreharbeiten. Der Grund für den heftigen Ärger des Sängers ist eine nachträgliche Änderung des Filmtitels in eine gendergerechte Schreibweise, die der traditionsbewusste Künstler unter keinen Umständen akzeptieren möchte.
Auch interessant
"Unsere schöne deutsche Sprache verhunzt"
Heino, der in dem Pilotfilm sich selbst spielt und in einer Szene spektakulär mit einem Speed-Boot aus Seenot gerettet wird, machte seine kompromisslose Haltung gegenüber dem Gendern im Gespräch mit BILD mehr als deutlich. Der Sänger erklärte wörtlich: "Es ist bekannt, dass ich vom Gendern nichts halte, weil es meiner Meinung nach unsere schöne deutsche Sprache verhunzt. Deshalb würde ich nie bei einem Projekt mitmachen, bei dem gegendert wird. Geschweige denn, wo man sogar den Filmtitel in Gendersprache hält."
Sein Manager Helmut Werner reagierte ebenfalls sofort auf den Vorfall. Er suchte das direkte Gespräch mit der österreichischen Produzentin und Regisseurin des Films, Stefanie Mayer. Werner forderte sie unmissverständlich auf, den ursprünglichen, nicht gegenderten Filmtitel wiederherzustellen. Andernfalls würde Heino die Dreharbeiten mit sofortiger Wirkung abbrechen und für keine weitere Szene mehr zur Verfügung stehen.
Streit spitzt sich im Schlosshotel Velden zu
Die Regisseurin versuchte zunächst, die Wogen zu glätten, und deklarierte den umstrittenen Namen vorerst als bloßen Arbeitstitel. Daraufhin beruhigte sich die Situation am Set kurzzeitig, und Heino drehte die geplante Rettungsszene auf dem Wasser ab. Der Frieden hielt jedoch nicht lange an. Als in den offiziellen, schriftlichen Tagesplanungen für alle Mitwirkenden erneut der gegenderte Titel auftauchte, eskalierte der Streit am Wörthersee aufs Neue.
Heino und sein Manager drohten umgehend damit, eine spätere, im weltbekannten Schlosshotel Velden geplante Filmszene komplett zu boykottieren. "Wir haben der Produzentin noch einmal unmissverständlich klargemacht, dass ich den gegenderten Filmtitel so nicht akzeptieren werde, weil ich das Gendern ablehne", bekräftigte der Sänger gegenüber BILD.
Konsequenzen für den geplanten Titelsong
Sollte der gegenderte Titel tatsächlich beibehalten werden, fordert Heino harte Konsequenzen für das gesamte Projekt. Er besteht darauf, dass seine bereits abgedrehte Rettungsszene im fertigen Film vollständig gelöscht wird. Zudem kündigte er an, den bereits fest eingeplanten Titelsong für den Film unter diesen Umständen auf keinen Fall einzusingen. Der Star hofft, dass diese drastische Drohung die Produzentin doch noch zur Einsicht bringt.
Regisseurin Stefanie Mayer verteidigt ihre kreative Entscheidung hingegen und betont gegenüber BILD, dass sie Heinos Meinung zwar verstehe, in ihrem Film jedoch auch Frauen und queere Menschen mitspielen würden und sie deshalb den Titel angepasst habe. Welcher Name am Ende auf dem Plakat stehen wird, ließ die Filmemacherin vorerst noch offen. Das Tischtuch zwischen dem traditionsbewussten Sänger und der Produktion scheint am Kärntner Wörthersee jedenfalls vorerst zerschnitten zu sein.