Große Spendenhilfe

"Geschenk für Putin": Tschechien sammelt Millionen für Ukraine-Waffen

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Eine tschechische Spendeninitiative unterstützt die Ukraine seit Jahren mit Millionenbeträgen. Jetzt soll das nächste große Projekt umgesetzt werden: Ein moderner Raketenwerfer im Wert von mehr als 1,4 Millionen Euro soll an die ukrainische Armee gehen.
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Die Initiative "Geschenk für Putin" hat in knapp vier Jahren fast 60 Millionen Euro für die Ukraine gesammelt. Das Geld floss vor allem in Waffen und militärische Ausrüstung. Nun läuft eine weitere Spendenaktion, mit der ein tschechischer Mehrfachraketenwerfer finanziert werden soll.

Das Ziel: Ein BM-21 MT Strzyga, auch "Libuše" genannt, soll beschafft und in die Ukraine geliefert werden. Laut dem polnischen Fachportal "Defence 24" werden dafür mehr als 1,4 Millionen Euro benötigt. Teile des Trägerfahrzeugs sind bereits hergestellt, die Endmontage soll in einigen Wochen starten.

40 Raketen in nur 20 Sekunden

Bei dem BM-21 MT handelt es sich um eine modernisierte tschechische Version des sowjetischen Grad-Raketenwerfers. Statt eines alten Ural-Fahrgestells kommt ein Tatra 815-7 mit Allradantrieb zum Einsatz.

Die Reichweite der Raketen liegt laut "Defence 24" zwischen 20 und 40 Kilometern. Insgesamt 40 Raketen kann das System innerhalb von nur 20 Sekunden abfeuern. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem 362 PS starken Tatra-Motor, der eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 90 km/h ermöglicht.

Die Kabine bietet Schutz vor Beschuss mit 7,62-Millimeter-Munition. Eine zusätzliche Panzerung kann den Schutz vor Splittern verbessern. Ob auch das neue Fahrzeug eine verstärkte Kabine erhalten wird, ist noch offen.

Millionen für Waffen und Generatoren

Hinter der Initiative steht der tschechische Projektgründer Martin Ondráček. Nach seinen Angaben wurden mit den Spenden bereits Dutzende größere Hilfsaktionen finanziert. Dazu zählen Tausende Drohnen, Zehntausende Munitionseinheiten und Hunderte Fahrzeuge.

Allein 2025 kamen umgerechnet rund 16 Millionen Euro zusammen. Rund 89.000 Menschen beteiligten sich an den Spenden. Eine besonders große Einzelspende stammte von Ivo Lukačovič, dem Eigentümer des tschechischen Unternehmens Seznam. Er spendete 100 Millionen Kronen – etwa vier Millionen Euro.

Neun Millionen Euro bereits zu Jahresbeginn

Auch 2026 setzte sich die Spendenbereitschaft fort: Bis zum 19. Februar sammelte die Initiative laut Ondráček umgerechnet rund neun Millionen Euro. Ein Großteil davon ging an die Aktion "SOS Kiew". Mit dem Geld sollen Generatoren für die ukrainische Hauptstadt finanziert werden.

Insgesamt hatten sich seit Jahresbeginn bereits mehr als 112.000 Menschen an den Spendenaktionen beteiligt. Nun soll mit dem neuen Raketenwerfer das nächste große Militärprojekt folgen.