Nach Siegen über Usbekistan und die DR Kongo bzw. einem 0:0 gegen Portugal will sich der Gruppensieger in Kansas City von den Black Stars auf dem Weg zum vierten WM-Achtelfinale der Verbandsgeschichte keinen Prügel zwischen die Beine werfen lassen. Doch im Weg steht ein vertrautes Gesicht: der frühere Teamchef Carlos Queiroz, der nun die Afrikaner coacht.
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Der Portugiese betreute Kolumbien von 2019 bis 2020, bevor er nach deutlichen Niederlagen gegen Uruguay und Ecuador in der WM-Qualifikation seinen Posten räumen musste. Nun hat der Weltenbummler, der u.a. den Iran, Ägypten, den Oman, Südafrika und Katar bzw. auf Clubebene Real Madrid coachte, mit Ghana etwas vor. Die Gruppenphase überstand sein Team als einer der besten Drittplatzierten. Lediglich gegen Panama gab es einen 1:0-Sieg, Kroatien unterlag man 1:2, England rang man immerhin ein 0:0 ab.
Der 73-jährige Queiroz, der als Trainer seine sechste WM erlebt, möchte an Ghanas begeisternden Lauf bei der WM 2010 anknüpfen, als die Afrikaner in Südafrika das Viertelfinale erreichten. "Es ist wichtig, dass jeder morgens aufwacht und dieses Glücksgefühl verspürt", sagte Kapitän Jordan Ayew in einem Interview mit Olympics.com. "Das hat uns einige Jahre lang gefehlt. Dass wir dieses Gefühl jetzt zurückgebracht haben, ist etwas Besonderes."
Kolumbien weiter ein Geheimtipp
Ob das Glücksgefühl reicht, sei dahingestellt. Zumal sich Kolumbien bei dieser Endrunde still und leise zu einer der überzeugendsten Mannschaften entwickelt hat. Eine stabile Defensive verbindet sich mit offensivem Fußball, der den Kolumbianern den Sieg in einer Gruppe einbrachte, die von vielen als eine der schwierigsten eingeschätzt wurde. Kommt man über Ghana hinweg, wartet der Sieger aus Schweiz - Algerien. Ins Viertelfinale zogen die Cafeteros überhaupt erst einmal ein: 2014 in Brasilien schied man dort gegen die Gastgeber mit 1:2 aus.
Mittelfeldakteur Richard Rios sagte, Kolumbien werde auch in der K.-o.-Phase seiner mutigen Spielweise treu bleiben. "Wir müssen Schritt für Schritt weiterarbeiten, denn ich habe das Gefühl, dass wir sehr weit kommen können", sagte Rios. "Jedes Spiel ist sehr schwierig. Ghana wird uns körperlich vielleicht anders fordern als Portugal. Aber wenn wir jedes Spiel so angehen wie bisher und alles zeigen, wozu wir fähig sind, wird es für unsere Gegner deutlich schwerer."