2. Chance für Melk

Gradwohl gibt nicht auf

© Gradwohl Displays
Aufatmen in Melk: Die Gläubiger haben den Sanierungsplan für Gradwohl angenommen. Es ist bereits die zweite Pleite des Betriebs.
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Der Kunststoff-Betrieb Gradwohl bekommt eine zweite Chance. Am Dienstag stimmten die Gläubiger am Landesgericht St. Pölten mehrheitlich für den Sanierungsplan. Im Mai musste die Firma zum zweiten Mal Insolvenz anmelden, rund 160 Jobs standen auf dem Spiel.

Nur 21 Prozent als Angebot

Die Gläubiger sehen nur einen Bruchteil ihres Geldes: 338 Gläubiger haben rund 10,16 Millionen Euro angemeldet und bekommen 21 Prozent, zahlbar binnen zwei Jahren. Vier Prozent fließen sofort, die restlichen 17 Prozent kommen in vier Raten zu je 4,25 Prozent aus dem laufenden Betrieb.

Neustart mit Kunststoff

Der Bereich Druck ist geschlossen. Künftig setzt Gradwohl auf Tiefzieh- und Spritzgussteile aus Kunststoff. Jürgen Gebauer vom KSV1870 ist zuversichtlich, dass es im zweiten Anlauf klappt, denn die Sanierungsmaßnahmen laufen bereits. Schon 2022 wurde Gradwohl saniert.