Oberösterreich
Große Protest-Aktion gegen Google-Rechenzentrum
Dabei schwenkten rund 15 Personen teils auch Rauchfackeln, wie Bilder zeigen. Die Gegner des Ausbaues des Rechenzentrums forderten auch einen "Baustopp jetzt". Globalisierungskritikerinnen und -kritiker der NGO Attac unterstützten den Protest.
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Die Gegnerinnen und Gegner beklagen einen "irrwitzigen Boden- und Energieverbrauch" des Vorhabens und sorgen sich zudem vor steigenden Strompreisen, ging aus einer Attac-Aussendung hervor. Konkret geht es ihnen um die Verhinderung der zweiten Ausbaustufe des Google-Rechenzentrums in der Gemeinde im Bezirk Linz-Land. Ende Juli waren bei der Gemeinde und bei der Bezirkshauptmannschaft die Anträge für die gewerberechtliche Genehmigung eingebracht worden. Auf einer Gesamtfläche von 50 Hektar Betriebsbaugebiet, das der US-IT-Gigant vor Jahren erworben hat, soll der sogenannte Google-Campus entstehen.
"'Hyperscaler' mit irrwitzigem Energie- und Bodenverbrauch"
Die von Attac unterstützten Aktivistinnen und Aktivisten von "Rechenzentrum Nein Danke" fordern laut Aussendung neben dem sofortigen Baustopp aller geplanten Rechenzentren in Österreich die Offenlegung der Baupläne und der geplanten Verwendung von Rechenzentren. Dort dürfe es kein Training für Militär- und Überwachungstechnologien geben. In Zeiten der "Klimakatastrophe" könne man sich vor allem auch keinen "'Hyperscaler' mit irrwitzigem Energie- und Bodenverbrauch leisten". Als "Hyperscaler" werden große Anbieter von Cloud-Computing- und Datenspeicherdiensten bezeichnet.
"Die rasante technologische Entwicklung darf nicht zu noch mehr digitaler Überwachung, Polarisierung, Spekulation und Ressourcenverbrauch führen, so David Walch von Attac. "Digitale Infrastruktur muss als öffentliches Gemeingut verstanden und demokratisch kontrolliert werden." Daher brauche es auch einen Stopp fürs Rechenzentrum in Kronstorf. Kritiker sehen den hohen Stromverbrauch genauso problematisch wie den hohen Kühlwasserbedarf von großen Rechenzentren.