5 Mio. für 1. Etappe
Großer Ring-Umbau: Radfahrer jubeln, Autofahrer fluchen
In Wien ist am Montag der Startschuss für die Neugestaltung der Wiener Ringstraße erfolgt. Die Umwandlung erfolgt etappenweise. Zum Auftakt wird auf der Innenseite des Schottenrings auf einem 700 Meter langen Abschnitt zwischen Schottentor und Franz-Josefs-Kai gewerkt. Umgebaut werden die Fuß- und Radwege. Geradelt wird in Zukunft auf der Nebenfahrbahn, die für den Autoverkehr weitgehend gesperrt wird.
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Das neue Konzept soll dafür sorgen, dass sich Rad- und Fußverkehr nicht mehr so oft in die Quere kommen. "Die Entflechtung ist wirklich hoch an der Zeit", versicherte Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) am Montag bei einem Medientermin anlässlich des Baustarts. Denn aktuell ist der Radweg am Ring eng mit den Fußgängerbereichen verbunden. An unübersichtlichen Stellen kommt es immer wieder zu Konflikten. Auch NEOS-Klubchefin Selma Arapovic zeigte sich über die Trennung der Bereiche erfreut.
Nebenfahrbahn wird zu Radweg
Bis zum Ende der Legislaturperiode 2030 soll für klare Verhältnisse am Ring gesorgt werden. Geplant ist, die Nebenfahrbahnen über weite Strecken zu Radwegen umzufunktionieren - und den Asphalt sandgelb einzufärben. Das Erscheinungsbild des Radwegs ist eine Anspielung auf die Geschichte des Prachtboulevards. Die heutigen Nebenfahrbahnen waren einst geschottert und dienten als Reitallee.
Passantinnen und Passanten haben den Bereich zwischen Hauptfahrbahn und dem 4,50 Meter breiten Zweirichtungsradweg künftig für sich allein. Der Gehsteig innen bleibt ebenfalls erhalten. Auch Grünbeete und Sitzgelegenheiten wurden angekündigt. Der erste Abschnitt soll bis Sommer 2027 fertiggestellt werden. Die Kosten für diesen Teil wurden mit 5,7 Mio. Euro beziffert.
Anzahl der Fahrspuren unverändert
Die sukzessive Umgestaltung sieht vor, dass jeweils ein Abschnitt an der Innen- oder der Außenseite der Straße ein neues Gesicht erhält - was sich nach der Intensität der Nutzung richtet. Der Fließverkehr bleibt unangetastet. Die Anzahl der Fahrspuren auf der Hauptfahrbahn ändert sich nicht. Für Autos werden zudem Zufahrtsbereiche etwa zu Hotels geschaffen.
Die zweite Bauphase wird den Universitätsring sowie den Stubenring, Parkring und Schubertring umfassen. Danach kommen Opernring, Burgring und Dr.-Karl-Renner-Ring an die Reihe. Den Abschluss macht der Kärntner Ring. Da die Hauptfahrbahn nicht betroffen ist, soll es während der Bauphase zu keinen Behinderungen oder gar Sperren für Autos oder Öffis kommen. (APA)