In München

Güterzug von Brücke gestürzt - Ein Toter

© APA/dpa/Ehsan Monajati
Der Zusammenstoß ereignete sich beim Rangieren auf der Eisenbahnbrücke.
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Nach dem Unfall mit zwei Güterzügen in München in der Nacht auf Samstag gehen die Aufräumarbeiten nach Polizeiangaben voran. Einer der beiden von einer Brücke gefallenen Waggons ist um die Mittagszeit von einem Schwerlastkran auf die Straße gestellt worden. Der zweite Waggon sollte auf die Brücke gehoben werden. Bei dem Unglück in der Nacht auf Samstag starb ein Mensch. Nähere Angaben zu dem Toten lagen zunächst nicht vor.

Das Unglück ereignete sich den Angaben zufolge gegen 1.40 Uhr. Aus bisher ungeklärten Gründen waren zwei Güterzüge beim Rangieren auf der Eisenbahnbrücke zusammengestoßen. Durch die Kollision sei einer der Züge entgleist, woraufhin zwei Waggons von der Brücke hinuntergefallen seien. Mit dem einen Ende lagen die beiden Waggons daraufhin nebeneinander auf der Schleißheimer Straße, während sich das andere Ende noch auf der Brücke befand. "Dass zwei Züge miteinander kollidieren und von einer Brücke stürzen - unfassbar", sagte dazu ein Feuerwehrsprecher.

Die zwei entgleisten Güterzugwaggons liegen von einer Brücke gestürzt auf einer gesperrten Straße. © APA/dpa/Ehsan Monajati

Weitere Fahrzeuge wurden von umherfliegenden Teilen getroffen. So fuhr zum Zeitpunkt der Kollision der beiden Züge ein Linienbus auf der Schleißheimer Straße und wurde von einem herabfallenden Gegenstand getroffen, wie die Polizei mitteilte. Der Bus sei leicht beschädigt worden. Der Fahrer blieb unverletzt, Fahrgäste waren nicht an Bord. Zudem seien sieben am Straßenrand geparkte Autos von Teilen getroffen und ebenfalls leicht beschädigt worden.

Ein Mann fotografiert die beiden Waggons eines Güterzugs, die in der Nacht von einer Brücke etwa fünf Meter in die Tiefe gestürzt waren. Bei dem Unglück in der Nacht auf Samstag starb ein Mensch. Zuvor waren zwei Güterzüge laut Polizei auf der Eisenbahnbrücke im Münchner Stadtteil Milbertshofen beim Rangieren zusammengestoßen. © APA/dpa/Stefan Puchner

Keine Einschränkungen im Regional- und Fernverkehr

Die Räumung der Unfallstelle begann am Morgen. Die Arbeiten sind aufwendig und könnten bis Sonntag dauern. Unklar ist, aus welchem Grund die Züge bei den Rangierarbeiten zusammenstießen. Auch die Schadenshöhe lässt sich noch nicht abschätzen. In den Waggons befand sich nach Angaben der Polizei keine Ladung. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand demnach nicht.

Laut einer Sprecherin der Deutschen Bahn passierte das Unglück auf einer Strecke, die ausschließlich von Güterzügen genutzt wird. Einschränkungen im Regional- oder Fernverkehr gebe es daher nicht.