Auf dem Thron
Haakon VIII. - Das war seine erste Rede als neuer König
Der neue norwegische König Haakon VIII. tritt sein Amt an und wird am Dienstag um 13 Uhr den vorgeschriebenen Eid auf die Verfassung ablegen, was live im Fernsehen zu sehen sein wird. Bereits am Freitag hatte er die Regierungsmitglieder im Schloss empfangen. Am Samstagabend wandte sich der neue Monarch in einer im Staatsfernsehen übertragenen Gedenkrede für seinen am Freitag gestorbenen Vater Harald V. an das norwegische Volk. Dabei brach ihm mehrmals die Stimme.
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Bewegender Dank an das Volk
Haakon würdigte in seiner Ansprache vor allem die fürsorgliche Erziehung seines Vaters: "Du hast uns alle unterstützt und für uns gesorgt". Zudem dankte er für die große Anteilnahme: "Es tröstet und stärkt uns, dass so viele Menschen mit uns trauern. Es war ergreifend und bewegend, den Palastplatz voller Menschen, Blumen und Lichter zu sehen. Vielen Dank." Über seinen verstorbenen Vater sagte er weiter: "Du warst ein herzlicher und humorvoller Großvater, ein liebevoller und fürsorglicher Ehemann, ein großzügiger Schwiegervater. Ein Bruder und Onkel, mit dem jeder gerne zusammen war." Zu seinen eigenen Zielen als König äußerte er sich nicht, erklärte jedoch: "Jetzt bin ich an der Reihe. Mich erwartet eine große Aufgabe."
Keine Krönung für den Monarchen
Gekrönt werden Haakon VIII. und seine Frau Königin Mette-Marit nicht, da das entsprechende Zeremoniell in Norwegen bereits 1908 abgeschafft wurde. Es ist jedoch möglich, dass der neue König seine Regentschaft in der Kathedrale von Trondheim segnen lässt.
Große Trauer in ganz Norwegen
Einen Tag nach dem Tod von Harald V. strömten zahlreiche Menschen zu den Rathäusern im Land, um sich in Kondolenzbücher einzutragen. Zu den ersten Gästen im Rathaus der Hauptstadt Oslo gehörte die 68-jährige Unni Zetterquist Thorsen, die dem Verstorbenen der Nachrichtenagentur AFP zufolge für seine "Geduld und Kraft in schwierigen Zeiten" dankte und betonte: "Er war eine feste Stütze." In ganz Norwegen wehen die Flaggen auf Halbmast. Der Sarg des verstorbenen Monarchen wurde am Freitagabend in die Schlosskapelle gebracht, um der Bevölkerung ein persönliches Abschiednehmen zu ermöglichen. Ein Datum für die Beisetzung steht noch nicht fest.