Dachstein

Hallstätter Gletscher hat in 20 Jahren die Hälfte seines Eises verloren

© Land OÖ
Über die vergangenen 20 Jahre entspricht der durchschnittliche jährliche Verlust beinahe dem doppelten Wasservolumen des Almsees.
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Der Hallstätter Gletscher hat seit Beginn des Messprogramms des Landes Oberösterreich im Jahr 2006 rund die Hälfte seines Eisvolumens verloren. Aus etwa 150 Millionen Kubikmetern Eis wurden innerhalb von nur 20 Jahren rund 76 Millionen Kubikmeter. Auch die Eisfläche schrumpfte um rund einen Quadratkilometer, was knapp 150 Fußballfeldern entspricht.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Gletschermessprogramms kamen am Dienstagabend Wegbegleiter, Wissenschaftler und Partner auf der Dachstein-Bergstation am Hunerkogel zusammen. Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) sagte vor Ort: "Wenn man hier oben steht, braucht man keine abstrakten Klimamodelle, um zu verstehen, was gerade passiert. Wo vor 20 Jahren noch mächtiges Eis lag, ist heute vielerorts Fels. Eismassen, die über Jahrtausende gewachsen sind, verschwinden innerhalb weniger Generationen."

Wieder Negativrekord erwartet

Bereits das Vorjahr brachte den bis dahin größten Massenverlust seit Beginn des Messprogramms. Die bisherigen Daten und Prognosen für 2026 deuten darauf hin, dass dieser Negativrekord heuer erneut übertroffen werden könnte.