Achtung, Kostenfalle
Heizung läuft heimlich: Dieser Fehler kostet Sie jetzt unbemerkt Geld
Tagsüber zeigt sich der September teilweise noch von seiner freundlichen Seite. Nachts sinken die Temperaturen inzwischen jedoch deutlich ab. Das bleibt auch in unseren Wohnungen nicht unbemerkt: Besonders in Altbauten oder schlecht isolierten Räumen kann die Raumtemperatur schnell unter 20 Grad fallen.
Genau dann passiert etwas, womit viele noch gar nicht rechnen: Die Heizung springt automatisch an.
20 Grad bedeuten nicht "aus"
Wer ein digitales Raumthermostat besitzt und dieses noch immer auf 20 Grad eingestellt hat, fordert von der Heizung konstant diese Temperatur ein. Kühlt die Wohnung in der Nacht jedoch auf 19 Grad oder weniger ab, beginnt das Heizsystem – sofern es bereits betriebsbereit ist – automatisch zu arbeiten.
Ähnlich sieht es bei klassischen Heizkörperthermostaten aus. Steht der Regler auf Stufe 3, bedeutet das nicht, dass der Heizkörper nur "ein bisschen" aufgedreht ist. Die Einstellung entspricht bei vielen Modellen einer gewünschten Raumtemperatur von ungefähr 20 Grad. Fällt die Temperatur darunter, öffnet sich das Ventil und warmes Heizwasser strömt durch den Heizkörper.
Das Tückische daran: Häufig bemerkt man die kurze nächtliche Heizphase gar nicht. Am Morgen ist der Heizkörper möglicherweise bereits wieder kalt – Energie wurde trotzdem verbraucht.
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Deshalb sollten Sie jetzt Ihre Thermostate kontrollieren
Wer derzeit noch nicht heizen möchte, sollte einen kurzen Rundgang durch die Wohnung machen und sowohl das zentrale Raumthermostat als auch sämtliche Heizkörper überprüfen. Bei digitalen Geräten kann die gewünschte Temperatur vorübergehend reduziert oder der Sommermodus aktiviert werden. Klassische Thermostatventile lassen sich auf die niedrigste sinnvolle Einstellung beziehungsweise auf das Frostschutzsymbol stellen.
Wichtig: Das Sternchen- oder Schneeflockensymbol bedeutet meist Frostschutz. Der Heizkörper bleibt dabei grundsätzlich kalt, öffnet sich aber bei extrem niedrigen Temperaturen, damit Leitungen nicht einfrieren.
Nicht dauerhaft komplett auskühlen lassen
Die Heizung vorsorglich vollständig abzuschalten, ist allerdings nicht für jede Wohnung die beste Lösung. Werden Räume dauerhaft zu kalt, steigt die Gefahr von Feuchtigkeit und Schimmel. Spätestens wenn die Temperaturen auch tagsüber niedrig bleiben, sollte kontrolliert und bedarfsgerecht geheizt werden.
Als Richtwert gelten etwa 20 bis 22 Grad im Wohnzimmer und 16 bis 18 Grad im Schlafzimmer. Bereits ein Grad weniger kann im Durchschnitt rund sechs Prozent Heizenergie sparen.
Der schnelle Heizkosten-Check
Ein kurzer Blick genügt: Steht das Raumthermostat noch auf 20 Grad oder der Heizkörperregler auf Stufe 3, kann die Heizung bereits aktiv werden – ganz unabhängig davon, ob man persönlich die Heizsaison schon für eröffnet erklärt hat. Wer jetzt kontrolliert und die Einstellung an die tatsächlichen Temperaturen anpasst, verhindert, dass das Geld in den ersten kühlen Nächten unbemerkt verheizt wird.