Wienerin trauert:

Herber Schock für Radprofi Cavallar: Dopingtest wenige Stunden nach Tod der Mutter!

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Ein schwerer Schicksalsschlag trifft Valentina Cavallar: Nur wenige Stunden nach dem Tod ihrer Mutter musste sich die Wiener Rad-Aktivistin einer Dopingkontrolle unterziehen und übt nun scharfe Kritik.
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Die österreichische Rad-Spezialistin Valentina Cavallar vom Team SD Worx-Protime durchlebt derzeit die wohl schwerste Zeit ihres Lebens. Wie die 25-jährige Wienerin auf Instagram offenbarte, verstarb ihre Mutter im vergangenen September. Der Schmerz über diesen Verlust wurde nur wenige Stunden nach dem Ableben durch ein extrem belastendes Ereignis in den eigenen vier Wänden zusätzlich verstärkt: Dopingjäger forderten von der Profisportlerin direkt vor Ort eine Kontrolle. "Was diese Erfahrung noch schwerer machte, war, dass ich mich nur wenige Stunden nach dem Tod meiner Mutter zu Hause einer Dopingkontrolle unterziehen musste, die in dem Zimmer neben dem stattfand, in dem sie lag", schrieb die frühere Olympia-Ruderin.

Scharfe Kritik an fehlender Empathie bei Dopingkontrolle

Für die Bergspezialistin war der Test unter diesen Umständen eine enorme emotionale Belastungsprobe. Es sei "unglaublich schmerzhaft" gewesen, sich diesem Verfahren im trauernden Elternhaus zu unterziehen. Die Kontrolle sei in diesem Schockmoment "völlig fehl am Platz" und "respektlos meiner Familie gegenüber" gewesen, betonte Cavallar, die erst 2024 den Umstieg in den Profiradsport vollzogen hatte. "Es zeigt, wie leicht wir vergessen, dass hinter jedem Sportler ein Mensch mit einem Leben, einer Familie und Gefühlen steht, die nicht einfach verschwinden, wenn die Verantwortungen des Profisports rufen", mahnte die Wienerin im Netz.

Appell für mehr Menschlichkeit im Spitzensport

Cavallar stellt klar, dass sie nach wie vor vollkommen hinter einem sauberen Sport steht, fordert jedoch klare Grenzen in Ausnahmesituationen. "Ich glaube auch, dass Menschlichkeit, Mitgefühl und Respekt niemals vergessen werden dürfen", so die Neunte des diesjährigen Giro d'Italia Femminile. Wegen des familiären Trauerfalls beendete Cavallar ihre Saison vorzeitig und blickt trotz der schweren Wochen auf starke sportliche Leistungen zurück. Neben ihren Etappen-Erfolgen beim Giro belegte sie den zwölften Gesamtrang bei der Frauen-Vuelta.