Comeback-Poker
Hirscher-Wildcard: Das beschäftigt jetzt die FIS
Marcel Hirscher arbeitet an seinem nächsten Comeback im Ski-Weltcup. Dass die FIS den achtfachen Gesamtweltcupsieger grundsätzlich wieder fahren lassen will, ist längst klar. Doch bei den laufenden Herbstmeetings in Genf beschäftigt den Weltverband nun die konkrete Umsetzung: Auf welcher Grundlage kehrt Hirscher zurück – und wo wird er in der Startreihenfolge eingeordnet?
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Der niederländische Skiverband hat für den Weltcup-Auftakt in Sölden ein entsprechendes Ansuchen gestellt. FIS-Renndirektor Markus Waldner hatte bereits angekündigt: "Wir werden ihm sicher die Genehmigung geben." Für die FIS sei die Rückkehr auch aus sportlicher und medialer Sicht attraktiv: "Es ist immer eine große Aufwertung, so einen Superstar am Start zu haben."
Wildcard oder Verletztenstatus?
Interessant ist vor allem, auf welcher Grundlage Hirscher seine Rennen bestreiten könnte. Neben der Wildcard brachte Waldner zuletzt auch den Verletztenstatus ins Spiel.
"Theoretisch kann er noch 17-mal mit diesem Status fahren", erklärte der FIS-Renndirektor. Für jedes Rennen wäre allerdings eine eigene Anfrage erforderlich.
Damit geht es in Genf nicht mehr nur um die grundsätzliche Frage, ob Hirscher wieder fahren darf. Zu klären ist auch, welcher Weg für sein Comeback gewählt wird.
Wo reiht sich Hirscher ein?
Dazu kommt die Frage nach seiner Startposition. Nach Angaben Waldners hat der niederländische Verband einen Vorschlag eingebracht, Hirscher künftig nach den Top 40 starten zu lassen.
Genau die Startposition hatte bei Hirschers erstem Comeback für Diskussionen gesorgt. Die damals neu eingeführte Wildcard ermöglichte prominenten Rückkehrern einen Start unmittelbar hinter den Top 30. Kritik daran gab es bereits 2024 von Fahrern und Athletenvertretern.
Neue Proteste der Ski-Stars gegen Hirschers Comeback 2026 sind bislang allerdings nicht dokumentiert.
Sölden wartet auf die Entscheidung
Sportlich arbeitet Hirscher längst an seiner Rückkehr. Auch Waldner berichtete zuletzt von positiven Signalen: "Er hat hart trainiert und es freut uns, dass es Marcel wieder gut geht."
Der Herren-Riesentorlauf in Sölden steigt am 25. Oktober. Ob Hirscher dort tatsächlich am Start steht, hängt neben seinem sportlichen Zustand damit auch davon ab, wie die FIS seinen Comeback-Status konkret regelt.
Die grundsätzliche Tür für Hirscher steht offen. In Genf geht es jetzt um das Wie.