Hartnäckig hält sich der Mythos: die Nationalsozialisten haben die Autobahnen erfunden. Ein Forscherteam hat der Propaganda im Auftrag der Asfinag auf den Zahn gefühlt.
Das Fazit der Forscher ist eindeutig: Nur 17 der geplanten 1.100 bis 1.700 Kilometer wurden bis zum Baustopp 1942 fertiggestellt. Die "Baustellenflucht" unter inländischen Kräften war wegen der harten Arbeitsbedingungen, mangelnder Ausstattung, geringer Entlohnung und unzureichender Verpflegung hoch.
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Wichtig für die Propaganda
Es war für Propagandachef Goebbels wichtig, immer wieder zu behaupten die Nationalsozialisten würden Arbeitsplätze schaffen und Autobahnen bauen. Doch das widerlegen die Forscher eindeutig. Der Spatenstich zum Autobahnbau in Österreich durch Adolf Hitler am 7. April 1938 wurde groß inszeniert. Finanziert wurde das Vorhaben über Schulden bzw. Darlehen. Die österreichischen Firmen waren auch zu klein für das Vorhaben. Man hat das so gelöst, indem man sie zu Arbeitsgemeinschaften mit deutschen Großbaufirmen zusammenschloss, so die Forscher. Um zu sagen: "Wir beschäftigen ja die österreichischen Firmen."
Militärisch habe die Autobahn laut Forschern aber keine Bedeutung gehabt: Die Straßen sind nicht für Truppentransporte gebaut worden.