Gleise glühen
Hitze bremst Zugverkehr massiv ein
Nachdem die Slowenischen Eisenbahnen bereits am Donnerstag vorbeugende Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt haben, rechnen nun auch Italien und die heimische ÖBB mit spürbaren Auswirkungen im Bahnverkehr.
Gefahr von Gleisverwerfungen
ÖBB-Sprecherin Rosanna Zernatto-Peschel warnt gegenüber "Kleine Zeitung" vor sogenannten Gleisverwerfungen: Durch die hohe thermische Belastung können sich die Schienen ausdehnen und verformen. Da die Sicherheit von Fahrgästen und Personal oberste Priorität hat, sind in solchen Fällen kurzfristige Streckensperren und Geschwindigkeitsreduktionen unumgänglich.
Prävention durch moderne Technik
Um Schäden frühzeitig vorzubeugen, setzen die ÖBB auf ein engmaschiges Kontrollnetz:
- Wetterwarnsystem: Das unternehmenseigene System "infra:wetter" überwacht das Schienennetz mit Daten aus 55 Wetterstationen.
- Messfahrten: Auf Hochleistungsstrecken finden regelmäßige Kontrollfahrten statt.
- Robustes Material: Auf Strecken wie der Koralmbahn werden ausschließlich schwere Betonschwellen verbaut, die das Gleis sicher in Position halten und Verwerfungen verhindern.
- Hitzeschutz: Spezielle Komponenten schützen zudem die Oberleitungen vor Überhitzung durch den Stromfluss.
Einschränkungen für Fahrgäste
Trotz moderner Technik und intensivierter Wartungsarbeiten lassen sich die Folgen derart extremer Wettereignisse nicht komplett abwenden. In den kommenden Tagen müssen Reisende mit Fahrzeitverzögerungen und temporären Streckeneinschränkungen rechnen.
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Die ÖBB raten Fahrgästen dringend, mehr Zeit für ihre Reisen einzuplanen und sich vorab über die aktuelle Verkehrslage zu informieren. "Nehmen Sie auch ausreichend Trinkwasser mit und sorgen Sie für Sonnenschutz", appelliert Zernatto-Peschel abschließend im Gespräch mit der "Kleinen Zeitung".