Achtung!
Hitzeschlag-Gefahr: So lange dürfen Sie sich jetzt maximal draußen aufhalten
40 Grad sind kein normales Badewetter mehr, sondern eine extreme Belastungsprobe für unseren Körper. Wer jetzt ungeschützt nach draußen geht, setzt seine Gesundheit aufs Spiel. Doch wann wird die Hitze kritisch und wann droht der Körper zu kollabieren?
Extremhitze: So lange können Sie sich draußen aufhalten
Experten sind sich einig: In der heißesten Phase des Tages, also zwischen 11:00 und 17:00 Uhr, sollten Sie sich im Idealfall gar nicht im ungeschützten Freien aufhalten. In dieser Zeit ist die UV-Strahlung extrem aggressiv, und die Hitze staut sich. Selbst bei bester Gesundheit gerät das körpereigene Kühlsystem bei diesen Extremwerten rasch an seine Grenzen.
Wie lange Sie sich direkt in der Sonne aufhalten können, hängt stark von Ihrem Hauttyp ab: Ohne Sonnenschutz liegt die sogenannte Eigenschutzzeit der Haut bei vielen Menschen bei lediglich 10 bis maximal 30 Minuten. Bei 40 Grad geht es aber längst nicht mehr nur um einen Sonnenbrand, es geht auch um unseren Kreislauf. Verlegen Sie jede sportliche Betätigung und schwere Arbeit unbedingt in die kühlen Morgen- oder späten Abendstunden.
So erkennen Sie einen Hitzeschlag
Durch extreme Temperaturen überhitzt der gesamte Körper, die Kerntemperatur steigt auf lebensgefährliche 40 Grad oder mehr an. Das Tückische: Die Schweißproduktion versagt komplett, der Körper kann sich nicht mehr selbst kühlen. Die Symptome:
- Heiße, auffällig trockene Haut
- Ein extrem schneller Puls
- Verwirrtheit
- Schwindel
- Krämpfe
- Bewusstlosigkeit
Ein Hitzschlag ist lebensbedrohlich. Hier muss sofort der Notruf (144 in Österreich, 112 in der EU) gewählt werden. Bis zum Eintreffen der Rettung muss die Person in den Schatten gebracht, mit feuchten Tüchern (besonders an Kopf und Nacken) gekühlt und ihr Oberkörper bei Bewusstsein leicht hochgelagert werden.
Survival-Tipps für die Rekordhitze
Um diese Extremtage unbeschadet zu überstehen, sollten Sie Ihren Alltag an die Hitze anpassen:
Trinken, bevor der Durst kommt: Das Durstgefühl meldet sich oft erst, wenn Sie bereits leicht dehydriert sind. Mindestens 2 bis 3 Liter am Tag (bei starkem Schwitzen auch mehr) sind jetzt Pflicht. Am besten eignen sich lauwarmes Wasser oder ungesüßte Tees. Finger weg von Alkohol und eiskalten, stark zuckerhaltigen Getränken.
Schutz vor der Sonne: Wenn Sie zwingend raus müssen, suchen Sie den Schatten. Tragen Sie helle, weite und atmungsaktive Kleidung (etwa aus Leinen oder Baumwolle). Eine Sonnenbrille mit UV-Schutz und eine leichte Kopfbedeckung sind unerlässlich.
Kühlen: Lauwarme Duschen, feuchte Umschläge im Nacken oder kühle Unterarm- und Fußbäder wirken wahre Wunder. Ein kleiner Pumpzerstäuber mit Leitungswasser ist der perfekte, erfrischende Begleiter für unterwegs.
Achten Sie auf andere: Ältere Menschen, kleine Kinder und chronisch Kranke sind extrem gefährdet, da sie die Hitze viel schlechter regulieren können. Ein kurzer Anruf bei den Großeltern oder dem alleinstehenden Nachbarn kann Leben retten. Und die wichtigste Regel von allen: Niemals Kinder oder Haustiere im geparkten Auto zurücklassen, auch nicht „nur für fünf Minuten“.