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Hlawati geht - Ampel vor Krach um neue ÖBAG-Spitze

© Georg Wilke
Verstaatlichten-Chefin Edith Hlawati geht in Pension - Harter Poker um 750.000-Euro-Job
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Der Aufsichtsrat der staatlichen Holding ÖBAG hat die Suche nach einer Nachfolge für Alleinvorständin Edith Hlawati (69) offiziell eingeleitet. Die Spitzenposition gilt als der bedeutendste Management-Posten der Republik Österreich; die Holding verwaltet staatliche Unternehmensbeteiligungen im Wert von rund 30 Milliarden Euro.

Hlawati geht in Pension

Hlawati wird Ende Jänner 2027 in den Ruhestand treten. Boyden erhält Zuschlag – Fokus auf Industrie-Expertise. Interessierte können sich bis zum 17. August für die Position bewerben. Mit der Suche wurde der internationale Personalberater Boyden beauftragt.

Minister-Absage an Doppelspitze

Minister Wolfgang Hattmannsdorfer © oe24.TV/Screenshot

Die ÖBAG wird auch künftig von einem Alleinvorstand geführt. Der zuständige Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) erteilte den Forderungen des Koalitionspartners SPÖ nach einer Doppelspitze eine Absage. Aus dem Umfeld des Ministeriums hieß es dazu, ein Doppelvorstand wäre der "Inbegriff der Partei-Repolitisierung" gewesen. Hlawati verdient bis zu 750.000 Euro im Jahr.

SPÖ will Fuß in die Tür bekommen

Tatsächlich bahnt sich ein satter Koalitionsstreit an. Die ÖVP hatte zwar auf den Finanzminister verzichtet - die Zuständigkeit für die ÖBAG aber ins schwarze Wirtschaftsministerium Hattmannsdorfers verlegt, um die Hand auf der Staatsholding zu behalten. Die SPÖ hingegen versucht, den Fuß in die Tür zu bekommen und proporzartig eine Doppelspitze zu forcieren. Gleichzeitig greift sie Hlawati wegen ihres Gehalts (580.000 Euro pro Jahr fix, mit Boni bis zu 750.000 Euro) an.

Nicht mehr nur Verwaltung

Das Anforderungsprofil signalisiert laut "Kurier" jedenfalls eine neue strategische Neuausrichtung der Staatsholding: Während Hlawati die Beteiligungen primär verwaltete, verlangt die Ausschreibung nun explizit nach "industriebezogener Managementerfahrung". Zudem werden strategisches Denken, internationale Kommunikationsstärke, Erfahrung im Umgang mit komplexen Stakeholder-Strukturen sowie Kapitalmarkt- und Aufsichtsratsexpertise vorausgesetzt. Brancheninsider gehen davon aus, dass eine österreichische Nationalität der Kandidatinnen oder Kandidaten de facto Bedingung ist.