Hitzewelle

Höllische Tropennacht: Fällt jetzt der nächste Rekord?

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Die Hitzewelle nimmt nun auch in der Nacht kein Ende. Heute könnte nach dem heißesten Tag der Geschichte auch die heißeste Nacht aller Zeiten in Österreich folgen.
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Die Hitzewelle hat Österreich weiter fest im Griff. Am Dienstag wurde in Wien-Stammersdorf mit exakt 41,0 Grad Celsius der heißeste Tag in der Messgeschichte des Landes verbucht. Doch wer nun denkt, dass die hohen Temperaturen ihren Höhepunkt erreicht haben, der irrt.

Während bis Sonntag die Geosphere Austria nur eine orange Wetter-Warnstufe ausgegeben hatte, stieg sie am Montag auf Alarmstufe Rot. Der Grund war, weil bis Sonntag keine Tropennächte prognostiziert waren, doch anstatt der langsamen Entspannung schossen die Temperaturen mit Wochenanfang erneut in die Höhe. Zwei Tage in Folge wurde die 40-Grad-Marke geknackt, in der Nacht wurden Tiefstwerte von etwa 25 Grad gemessen.

Damit wurde das Minimum von 20 Grad, das eine Tropennacht definiert, klar überschritten, was vor allem für kranke und ältere Menschen ein erhöhtes Risiko darstellt. Doch auch die gestrige Nacht war noch nicht der Höhepunkt.

Von Dienstag auf Mittwoch könnte nun auch die heißeste Nacht der Messgeschichte in Österreich folgen. In manchen Orten im Osten werden sogar Tiefstwerte von unglaublichen 30 Grad befürchtet. Die bisher heißeste Nacht Österreichs ist gerade einmal etwas mehr als einen Monat her. In der Nacht von 28. Juni auf den 29. Juni wurde in Wien der Tiefstwert von 27,3 Grad vermerkt.

Experten empfehlen diese Verhaltensweisen:
  • Direktes Sonnenlicht meiden und Kinder vor der Sonne schützen.
  • Meiden von verbauten und versiegelten Plätzen.
  • Nicht in der heißesten Tageszeit von 12 bis 16 Uhr nach draußen gehen.
  • Vorhänge und Jalousien schließen sowie die Fenster in der Nacht öffnen.
  • Anstrengungen und körperliche Aktivitäten vermeiden.
  • Luftige, helle Kleidung und eine Kopfbedeckung
  • Kühl duschen oder kalte Arm- & Fußbäder nehmen.
  • Zwei bis drei Liter Wasser, ungesüßten Tee trinken, keinesfalls Alkohol.

Diese extremen Temperaturen seien laut einer meteorologischen Einschätzung von "Tauernwetter" der großen Trockenheit geschuldet: Da kaum mehr Wasser aus den Böden verdampfen kann, fehle der kühlende Effekt. Wenn Wasser verdunstet, entziehe dies der Luft Energie und bremse die Erwärmung, hieß es am Dienstag in einer Aussendung. Diese Verdunstungsabkühlung bleibe mittlerweile im Osten fast vollkommen aus.