Neuer Rettungsplan

Hoffnung bei VW: Zwei Werke könnten gerettet werden

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Bei Volkswagen geht das Zittern um die deutschen Standorte weiter. Doch für zwei der vier bedrohten Werke zeichnet sich plötzlich eine mögliche Rettung ab.
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Nach Informationen aus Konzernkreisen könnten die Werke in Zwickau und Emden doch eine Zukunft haben. Konzernchef Oliver Blume besucht beide Standorte am Mittwoch im Rahmen seiner Betriebsversammlungs-Tour.

Für das Werk in Emden gibt es demnach Überlegungen, künftig Rüstungsgüter zu produzieren. Im Gespräch sind unter anderem Drohnen und schwere Militär-Lastwagen für die Bundeswehr und verbündete Staaten. Der wachsende Rüstungsmarkt könnte dem Standort damit dringend benötigte Aufträge bringen.

Auch Zwickau könnte gerettet werden. Eine mögliche Lösung wäre, bislang ausschließlich in China gefertigte Modelle künftig wieder in Sachsen zu produzieren. Dadurch könnte die Auslastung des Werks deutlich steigen.

Für zwei Werke bleibt es eng

Für die anderen beiden bedrohten Standorte Hannover und Neckarsulm gibt es bislang keine vergleichbar konkreten Rettungspläne. Wegen der hohen Produktionskosten ist ihre Zukunft daher weiterhin unsicher.

Unterdessen wächst der Unmut bei der Belegschaft. Während in Wolfsburg Tausende Mitarbeiter gegen den Sparkurs protestierten, stellte sich Blume den Beschäftigten.

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Die Konzernbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo kritisierte seine Rede scharf. "Sämtliche relevanten Informationen" über die Folgen eines weiteren Jobabbaus hätten weiterhin gefehlt. Blume habe damit "seine Chance also verpasst, zu sagen, was ist".

Bis zu 50.000 Jobs betroffen

VW hatte bereits im Juli von einem weltweiten Anpassungsbedarf von rund 50.000 Stellen gesprochen. Blume erklärte nun, etwa die Hälfte davon entfalle auf Deutschland, die andere Hälfte auf internationale Standorte – verteilt auf rund 170 Gesellschaften.

Der Konzern wolle beim Personalabbau weiterhin möglichst stark auf freiwillige Maßnahmen setzen. Wie viele Arbeitsplätze tatsächlich wegfallen und welche Standorte langfristig bleiben, ist damit weiterhin offen.