0:3 gegen Lecce
Horror-Debüt für Alaba: Patzer, Pfiffe & Auswechslung
Dabei war die Ausgangslage klar: Nach vier Niederlagen in Serie musste Udinese dringend ein Erfolgserlebnis her. Mit Alaba von Beginn an sollte endlich mehr Stabilität in die Defensive einkehren. Doch die Hoffnungen bekamen früh einen Dämpfer. In der 11. Minute schlug Lecce nach einem Eckball erstmals zu: Kialonda Gaspar brachte die Gäste mit 1:0 in Führung. Udinese wirkte verunsichert – und bekam die Probleme bei Standards einfach nicht in den Griff.
Auch interessant
Alaba patzt bei zweitem Gegentor
In der 33. Minute folgte der nächste Nackenschlag. Wieder war ein Eckball der Ausgangspunkt, wieder jubelte Lecce: Konan N’Dri erhöhte auf 2:0. Besonders bitter aus Sicht der Hausherren: Alaba sprang unter dem Ball durch und machte dabei keine gute Figur. Ausgerechnet der Mann, der der Abwehr mehr Sicherheit geben sollte, stand bei einem entscheidenden Gegentreffer im Mittelpunkt. Kurz vor der Pause verhinderte der Wiener mit einer starken Grätsche immerhin noch Schlimmeres.
Doch nach 45 Minuten war für Alaba bereits Schluss! Runjaic reagierte und nahm den ÖFB-Star zur Halbzeit vom Feld. Ein bitteres Signal nach der Hoffnung auf einen Neustart. Und auch ohne den Österreicher wurde es für Udinese nicht besser.
Pfeiffkonzert! Udinese-Fans machen Frust Luft
Nach dem Seitenwechsel suchten die Gastgeber nach einem Weg zurück ins Spiel. In der 59. Minute schien Jakub Piotrowski tatsächlich neue Hoffnung zu entfachen, als er den vermeintlichen Anschlusstreffer erzielte. Doch der Jubel verstummte schnell: Wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung wurde das Tor aberkannt. Statt Aufholjagd herrschte erneut Ernüchterung.
Lecce ließ sich die Führung nicht mehr nehmen und setzte in der Schlussphase den endgültigen K.o. In der 86. Minute machte Jamil Siebert mit dem 3:0 alles klar. Damit kassierte Udinese die fünfte Niederlage in Folge. Die Fans quittierten den enttäuschenden Auftritt mit Pfiffen – und die erhoffte Trendwende rückte in weite Ferne. Für Alaba wurde der erste Startelf-Einsatz zum bitteren Rückschlag: Erst der unglückliche Auftritt beim zweiten Gegentor, dann der frühe Gang in die Kabine. Der Neustart hatte sich der ÖFB-Star ganz anders vorgestellt.