Das Verwaltungsgebäude des staatlichen Ölkonzerns Aramco sei getroffen worden, teilte das saudische Energieministerium mit. Trümmerteile seien auf das Gebäude gefallen und hätten "begrenzten Schaden" verursacht, hieß es. Tote oder Verletzte habe es nicht gegeben.
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Im Internet kursierte ein Video, das schwere Schäden am Aramco Tower im Zentrum von Riad zeigen soll. Demnach wurde die Glasfassade über mehrere Stockwerke bei einem Angriff zerstört. Das 34 Stockwerke hohe Gebäude ist im Besitz Aramcos und liegt im zentralen Geschäftsbezirk von Riad. Dort stehen die bekanntesten Wolkenkratzer der Stadt.
Liegenschaften des Ölkonzerns wurden immer wieder Ziel von Houthi-Angriffen, die ihre Attacken auf Saudi-Arabien in den vergangenen Monaten noch deutlich verstärkt haben. Sie nehmen dabei unter anderem Flughäfen und Öl-Infrastruktur ins Visier. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition zum Kampf gegen die Houthi teilte mit, Drohnen und Marschflugkörper seien in Riad sowie im Süden des Landes abgefangen worden. Der saudische Zivilschutz gab unter anderem für die Hauptstadt erneut Warnungen heraus.
Saudi-Arabien reagierte mit Luftangriffen auf Ziele der Rebellen im Jemen. Dort stieg die Zahl der Todesopfer nach einem Luftangriff in Sanaa auf 33, wie ein Sprecher des von den Houthi kontrollierten Gesundheitsministeriums mitteilte. Unter den Todesopfern seien 13 Kinder. 39 weitere Menschen seien verletzt worden. Die Behörden in Riad erklärten, sie würden den Vorfall untersuchen.
Iran-Krieg entfachte Konflikt erneut
Der in den vergangenen Monaten neu eskalierte Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Houthis reicht weit zurück: Im Jahr 2015 griff die von Riad geführte Allianz arabischer Staaten in den Jemen-Konflikt ein, um die international anerkannte Regierung zu unterstützen. Zuvor hatten die Huthis die jemenitische Hauptstadt Sanaa eingenommen. Im Jahr 2022 wurde unter Vermittlung der Vereinten Nationen eine Waffenruhe vereinbart.
Diese wurde jedoch hinfällig, als es im Zuge des Iran-Kriegs wieder zu Gefechten kam. Der Iran-Krieg begann im Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran. Saudi-Arabien ist mit den USA verbündet und gilt darüber hinaus als Regionalmacht der Sunniten. Der schiitisch geprägte Iran unterstützt nicht nur die Houthis im Jemen, sondern auch die Hamas im Gazastreifen und die Hisbollah im Libanon.