Jetzt wird's heiß
Hundstage 2026: Diese Bauernregeln sagen den Rest des Jahres voraus
Ein Blick aufs Thermometer genügt: Die nächste Hitzewelle ist da. In dieser Woche klettern die Temperaturen vielerorts wieder auf über 35 Grad. Das passt perfekt zu den Hundstagen, die traditionell als heißeste Zeit des Jahres gelten. Um sie ranken sich zahlreiche Bauernregeln, die verraten, wie sich das Wetter in den kommenden Monaten entwickelt. Doch ist an den alten Weisheiten wirklich etwas dran? Wir verraten, was hinter den Hundstagen steckt und wie zuverlässig die Bauernregeln tatsächlich sind.
Woher haben die Hundstage ihren Namen?
Wenn die Sonne brennt und das Eis in der Hand in Sekunden schmilzt, sprechen wir von den "Hundstagen". Da liegt die Vermutung nahe, dass der Name von unseren hechelnden Hunden kommt, die bei 35 Grad träge im Schatten liegen Doch weit gefehlt.
Namensgeber ist das Sternbild "Großer Hund" (Canis Major) mit seinem hellsten Stern, dem Sirius (auch "Hundsstern" genannt). Bereits die alten Griechen und Römer beobachteten, dass dieser Stern genau im Hochsommer zusammen mit der Sonne am Morgenhimmel aufging. Die damalige (Fehl-)Annahme: Das "Feuer" des Sirius bündelt sich mit der Sonnenkraft und sorgt für die extreme Hitze auf der Erde.
Das bedeuten die alten Bauernregeln
Bevor es Wetter-Apps gab, schauten die Menschen in den Himmel und verließen sich auf alte Bauernregeln. Und gerade für die Zeit der Hundstage gibt es zahlreiche Prophezeiungen:
- "Hundstage heiß, Winter lange weiß!"
Das ist die wohl bekannteste Regel. Sie besagt: Wenn uns die Hundstage ordentlich ins Schwitzen bringen, steht uns ein kalter und schneereicher Winter bevor. Wintersport-Fans sollten in den nächsten Wochen also auf eine Hitzewelle hoffen.
- "Sind die Hundstage voll Sonnenschein, wird das Jahr recht fruchtbar sein."
Ein echter Grund zur Freude für alle Hobby-Gärtner. Viel Sonne im Hochsommer bedeutet der Überlieferung nach volle Erntekörbe und prächtige Felder im Herbst.
- "Was die Hundstage gießen, muss die Traube büßen."
Weinliebhaber aufgepasst: Zu viel Regen in dieser Hochsommer-Phase schadet laut der alten Bauernregel der anstehenden Weinernte extrem.
- "Fängt der August mit Hitze an, bleibt auch lang die Schlittenbahn"
Beginnt der August mit besonders heißem Wetter, soll das ein Zeichen für einen langen und schneereichen Winter sein.
Kommt die große Hitzewelle?
Erste Prognosen zeigen zwar, dass der August teils sehr sommerlich startet und uns Temperaturen bis an die 35-Grad-Marke bescheren kann. Allerdings mischen sich immer wieder Schauer und kräftige Gewitter unter die Hitze, gerade ab Mitte August. Es könnte dieses Jahr also eher schwül und unbeständig werden, statt wochenlang strahlend blau.
Ob dieses Auf und Ab am Ende für einen "lange weißen Winter" reicht? Wir dürfen gespannt sein.