Vor Herbst-Tour

"Ich kann nix, aber..." Kickl im Talk ganz persönlich

© instagram/Kickl/austriafirst
Beim hauseigenen Radiosender, Austria First, gab sich FPÖ-Chef Herbert Kickl privat wie selten zuvor. Sein Heimweh, wer ihn prägte und warum er "die Normalität nie verlassen" habe.
Zur Vollversion des Artikels

Bei einer Wanderung in Kärnten zeigte sich Kickl privat wie nie und gab Einblicke, wie der blaue Obmann wirklich tickt. Kickl blickte auf die Jahre seiner Kindheit zurück und zitierte Herders Heimatbegriff: "Heimat ist dort, wo man sich nicht erklären muss."

Neben Herder schafften es im Laufe des Gesprächs unter anderem auch noch Goethe und Schiller in Kickls philosophisches Repertoire. Nach Kärnten sehnt sich Kickl zurück, gestand er. Jeden Tag denke er an seine Heimat. Ein Fingerzeig für eine politische Rückkehr? In Kärnten wurde Haider einst Landeshauptmann und man wählt 2028. Darauf gab Kickl erwartungsgemäß keinen Hinweis. Er will immer noch "Volkskanzler" in Wien werden.

Großwerden mit Eltern und Großeltern

Kickl sprach auch über sein Großwerden mit den Eltern und Großeltern unter einem Dach und zwei seiner Lehrmeister. Der erste, sein Philosophieprofessor an der Uni, der ihn das Denken gelehrt habe, und der zweite, natürlich Haider.

"Ich kann nichts, aber ich kann alles lernen"

Wie er zu der FPÖ kam, erzählte Kickl auch. Ein Studienkollege habe ihn damals ins Umfeld der Partei geholt und Kickl hat sich mit den Worten: "Ich kann nichts, aber ich kann alles lernen" bei der FPÖ beworben und wurde genommen.

Kärntner in Niederösterreich

Als Parteichef hat Kickl einen Leitsatz -  dass er nicht von der Politik geprägt werden möchte, sondern die Politik prägen wolle. "Ich habe die normale Welt nie verlassen", heißt das beim Kärntner, der seit langem in Niederösterreich lebt.

Kickls Ziel für die nächste Nationalratswahl ist auch eindeutig: Er will klare Verhältnisse. So viel Abstand wie möglich zu den anderen Parteien. Seine Partei sieht er dabei als "große Bewegung der Normalität".