Weltcup-Frust

»Ich wartete auf Applaus«: Brennsteiners kurioser Sölden-Irrtum

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Stefan Brennsteiner glaubte nach seiner Fahrt an ein starkes Ergebnis. Doch statt des erhofften Jubels erlebte der ÖSV-Star eine bittere Überraschung.
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Stefan Brennsteiner kam ins Ziel, war zufrieden mit seiner Fahrt – und wartete auf den Applaus. Doch der blieb aus. Ausgerechnet beim Weltcup-Auftakt in Sölden erlebte der 34-jährige Salzburger beim Sieg des Brasilianers Lucas Pinheiro Braathen eine böse Überraschung. Als Dritter war er in den zweiten Durchgang gestartet, am Ende stand nur Platz elf auf der Anzeigetafel.

"Ich bin über die Ziellinie gefahren und war sehr optimistisch. Ich habe auf den Applaus gewartet, der ist leider nicht gekommen", schilderte Brennsteiner anschließend seinen bitteren Moment.

Brennsteiner versteht seinen Absturz nicht

Das Ärgerlichste für den ÖSV-Routinier: Er hatte während seiner Fahrt nicht das Gefühl, einen Podestplatz zu verspielen.

"Ich habe mich echt ganz gut gefühlt. Leider einfach den Speed scheinbar nicht ganz gefunden", erklärte Brennsteiner.

Schon im ersten Durchgang hatte die Wahrnehmung nicht ganz zur Zeit gepasst. Da fühlte er sich auf der Piste weniger wohl, war aber schnell genug für den dritten Zwischenrang.

Im Finale lief es genau umgekehrt. Brennsteiner war mit seiner Leistung zufrieden, verlor aber entscheidende Zeit und rutschte um acht Plätze zurück.

Gerade für den besten österreichischen Riesentorläufer der vergangenen Saison war das ein enttäuschender Auftakt. Mit sieben Top-Fünf-Platzierungen und seinem Premierensieg in Copper Mountain hatte er sich im vergangenen Winter als einer der stärksten Konkurrenten der Weltspitze etabliert.

Haaser zeigt, was möglich gewesen wäre

Wie unterschiedlich ein zweiter Durchgang verlaufen kann, zeigte ausgerechnet Teamkollege Raphael Haaser.

Der Tiroler lag nach dem ersten Lauf nur auf Rang 20. Im Finale riskierte er deutlich mehr, fuhr Bestzeit und verbesserte sich um 15 Positionen auf Platz fünf – sein bislang bestes Weltcup-Ergebnis im Riesentorlauf.

"Der zweite Durchgang war volle Attacke, ich habe es von oben bis unten durchgezogen", erklärte Haaser.

Für Brennsteiner blieb dagegen die Erkenntnis, dass sich eine schnelle Fahrt nicht immer schnell anfühlen muss – und umgekehrt.