Von seinen Plänen, via der "FIFA Forward Enterprises" Anteile an der Herren-, Frauen- und Klub-WM zu verkaufen, ist Infantino mittlerweile abgerückt. Zu groß war der Widerstand von außen.
Doch seine Gegner haben Blut gerochen, der Nährboden für den Sturz des FIFA-Oberhaupts war wohl noch nie so gut wie aktuell.
UEFA plant Boykott der Klub-WM
Sein größter Kritiker war und ist immer noch der Chef des europäischen Dachverbands Aleksander Ceferin. Ob der Slowene selbst als Gegenkandidat antreten würde, ist noch nicht klar. Doch er will Infantinos Ende.
Laut "TalkSport" möchte der 58-Jährige seine Verbündeten sogar dazu überreden, die kommende Klub-WM 2029 zu boykottieren, sollte Infantino nicht zeitnah zurücktreten. Das aufgeblasene Turnier war eines der Herzensprojekte des Schweizers und würde damit ein Zeichen setzen.
PSG-Präsident als wichtiger Verbündeter
Ebenso wird in dem Bericht erwähnt, dass ein bestimmtes Sport-Event als Plattform für geheime Treffen dienen soll: der UEFA-Supercup in der Salzburger Red-Bull-Arena (Wals-Siezenheim) am 12. August.
Dort ebenfalls vor Ort sein wird nämlich Nasser Al-Khelaifi, seines Zeichens Präsident von Champions-League-Sieger Paris St. Germain. Sein Team trifft dort auf Europa-League-Titelträger Aston Villa.
Das wäre vor allem deshalb ein Rückschlag für Infantino und die FIFA, weil Al-Khelaifi den Vorsitz der "European Football Clubs (EFC)" inne hat, die Unterstützer des Turniers waren und bei der Finanzierung instrumentell waren.
Für die Klub-WM 2029 gibt es aktuell weder einen Austragungsort noch ein echtes Finanzierungsmodell. Ein Boykott der EFC wäre also ein enormer Rückschlag.
Auch interessant
Es wäre ein weiterer Treffer gegen den FIFA-Präsidenten. Zuletzt lehnte der walisische Verband, früher ein Unterstützer Infantinos, eine Stimme bei der nächsten Wahl ab. Der englische Verband (FA) soll in Kürze nachziehen.