Thronfolgerin

Ingrid Alexandra: Alle lieben Norwegens Kronprinzessin

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Nach dem Tod von König Harald rückt Ingrid Alexandra mit 22 Jahren als neue Kronprinzessin an die Staatsspitze von Norwegen. Die junge Frau übernimmt ab sofort wichtige Aufgaben.
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Jeden Freitag leitet das neue Staatsoberhaupt Haakon die Kabinettssitzung im Schloss, die von der Verfassung als Staatsrat bezeichnet wird. Ingrid Alexandra nimmt als Vertretung an dieser wöchentlichen Sitzung teil, um einzuspringen, falls ihr Vater erkrankt. Bereits am Dienstag stand sie neben ihrem Vater, als er vor dem Parlament den Verfassungseid ablegte, ehe sie diesen schriftlich leistete. Zudem unterstützte sie den neuen Monarchen in den ersten Tagen nach dem Ableben Haralds bei Kondolenzaudienzen.

Kronprinzessin mit offizieller Rolle

Schon bei ihrer Geburt am 21. Januar 2004 um 9:13 Uhr in der Osloer Uniklinik stand fest, dass die Tochter des damaligen Kronprinzen Haakon eines Tages das höchste Amt übernehmen würde. Durch die zuvor reformierte Erbfolge wurden weibliche Nachkommen gleichgestellt. Ihr Großvater König Harald verstarb am Freitag vergangener Woche im Alter von 89 Jahren. Ingrid Alexandra, die mit ihrer Volljährigkeit ein eigenes Büro im Schloss bezog, ist nun die Nummer eins der Thronfolge. Zudem könnte ihre öffentliche Rolle weiter wachsen, da ihre Mutter Mette-Marit nach einer Lungentransplantation im Juni mit gesundheitlichen Komplikationen kämpft.

König Haakon VIII. und Kronprinzessin Ingrid Alexandra © EPA

Ausbildung und militärischer Dienst

Derzeit absolviert die 22-Jährige ein Austauschsemester an der Universität in Oslo, während sie an der Universität Sydney für einen Bachelorstudiengang eingeschrieben ist. Im Anschluss wird sie voraussichtlich ihre militärische Laufbahn fortsetzen, nachdem sie bereits einen 15-monatigen Dienst abgeleistet hat. Als künftige Oberbefehlshaberin der norwegischen Streitkräfte benötigt sie einen Offiziersrang. Bereits mit 18 Jahren absolvierte sie einen Fallschirmsprung aus 6000 Metern Höhe.

Königin Sonja und Kronprinzessin Ingrid Alexandra © EPA

Norwegen vor historischem Wechsel

Für Royal-Fans bietet das norwegische System Einblicke in eine konstitutionelle Erbmonarchie. Öffentliche Kritik an der Staatsform begegnet Ingrid Alexandra stets sachlich mit dem Hinweis, dass solche Entscheidungen dem Parlament oder den Wählenden obliegen. Solange die Monarchie besteht, erfüllt die Familie ihre Aufgaben. Ihr Ziel bleibt es, das erste weibliche Staatsoberhaupt des Landes zu werden.