Trnsfer-Poker

Italien-Duell um David Alaba spitzt sich zu

© FIFA via Getty Images
Klubgiganten Juventus und AC Milan kämpfen um ÖFB-Kapitän
Zur Vollversion des Artikels

Mailand/Turin. Nach seinem Aus bei Real Madrid ist David Alaba weiter auf Vereinssuche. Der ÖFB-Kapitän hat sich selbst noch nicht öffentlich zu seiner Zukunft geäußert, dafür wird in Italien umso heftiger über den 34-Jährigen spekuliert. Jetzt zeichnet sich ein Duell zweier Serie-A-Giganten ab: Juventus Turin und der AC Milan haben Alaba auf dem Radar.

Juve prüft Alaba als Alternative für Abwehr

Am Wochenende nahm die Juventus-Spur Fahrt auf. Die "Gazzetta dello Sport" berichtete, dass die Turiner Alaba konkret als Verstärkung für die Defensive bewerten. Gesucht wird ein technisch starker, linksfüßiger Verteidiger, der auch den Spielaufbau verbessern kann. Genau in dieses Profil passt der ÖFB-Kapitän. Dazu kommt seine Flexibilität: Alaba kann sowohl innen als auch auf der linken Seite verteidigen. Allerdings ist der Österreicher derzeit nicht Juves erste Wahl. Hauptziel ist Jhon Lucumí vom FC Bologna, auch Jean-Clair Todibo wird als Option gehandelt. Bei Alaba seien laut "Gazzetta" zunächst "Bewertungen im Gange".

© APA/GEORG HOCHMUTH

Zweites Medium bestätigt heiße Spur

Brisant: Kurz darauf legte "Tuttosport" nach. Das Turiner Blatt berichtet ebenfalls, dass sich Juventus bereits mit Alaba beschäftigt habe. Der 34-Jährige sei von den Verantwortlichen "sondiert und bewertet" worden. Vertieft worden sei die Spur bislang allerdings nicht. Ein Angebot oder konkrete Verhandlungen mit Alabas Seite sind derzeit nicht bekannt.

Dennoch bekommt das Juve-Gerücht damit Gewicht: Gleich zwei große italienische Sportmedien berichten über das Interesse. Alaba würde enorme internationale Erfahrung mitbringen und wäre mit seiner Vielseitigkeit eine interessante Option für Trainer Luciano Spalletti. Vorbehalte soll es allerdings hinsichtlich seiner Fitness und Verletzungsanfälligkeit geben.

Auch Milan mischt im Italien-Poker mit

Doch Juventus ist nicht allein. Italienische Medien brachten Alaba zuletzt auch mit dem AC Milan in Verbindung. Die Rossoneri suchen ebenfalls nach Erfahrung für ihre Defensive, der vereinslose ÖFB-Kapitän wäre dabei eine interessante Option. Damit könnte sich um Alaba ein italienischer Zweikampf entwickeln.

Noch ist nichts entschieden. Bei Juventus hängt viel davon ab, ob der gewünschte Lucumí-Transfer gelingt. Auch andere Märkte bleiben für Alaba ein Thema: Ein Wechsel in die Türkei oder die MLS ist nicht ganz vom Tisch. Der Transfermarkt in Italien nimmt jedenfalls Fahrt auf, die Serie A startet am 22. August. Für Alaba werden die kommenden Tage entscheidend.