Den frühen Elfer hat Sasa Kalajdzic auch nach dem Schlusspfiff nicht abgehakt. "Der Schiedsrichter war heute nicht wirklich in Form, das war kein Elfer", sagt der LASK-Stürmer nach dem 3:2 am Mittwoch bei Sporting über den Schotten Nicholas Walsh.
Bei Canal+ legt der Torschütze nach: "Jeder Blödsinn gegen uns ist gepfiffen worden, aber für uns wird teilweise nichts gepfiffen."
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Früher Elfer, schnelle Antwort
Die Szene, die Kalajdzic ärgert: Nach einem Kontakt zwischen Nestory Irankunda und Robert Ljubicic entscheidet Walsh auf Strafstoß. Der englische Videoassistent Stuart Attwell greift nicht ein. Luis Suárez verwandelt zum 1:0 für Sporting (5.).
LASK-Trainer Dietmar Kühbauer findet die Entscheidung ebenfalls "sehr hart". Nach dem Sieg fällt seine Reaktion aber milder aus: "Nachträglich soll er ihn haben."
Auf dem Platz haben die Linzer längst geantwortet. Christoph Lang gleicht zehn Minuten nach dem Rückstand aus (15.). Für Kalajdzic zählt genau diese Reaktion: "Wir haben uns aber nicht darauf ausreden müssen. Die Reaktion war super."
Jungwirth will weitermachen – der Arzt stoppt ihn
Nach der Pause folgt der nächste Rückschlag. Torhüter Lukas Jungwirth muss nach einem Zusammenstoß mit Suárez vor dem Strafraum ausgewechselt werden (52.). Tobias Schützenauer übernimmt.
Der Wechsel erfolgt vorsorglich wegen einer möglichen Kopfverletzung. Eine konkrete Diagnose liegt zunächst nicht vor.
"Er wollte wieder spielen, aber die Entscheidung des Doktors war die richtige", erklärt Kühbauer. Kalajdzic hätte für die Aktion gerne eine Gelbe Karte für Suárez gesehen.
Kalajdzic trifft – und der LASK hält durch
Die Linzer lassen sich auch vom Torhüterwechsel nicht aus dem Spiel bringen. Kalajdzic erzielt das 2:1 (63.), Krystof Danek legt fünf Minuten später nach (68.).
Suárez bringt Sporting kurz vor Schluss noch einmal heran (89.). Doch der LASK übersteht auch die achtminütige Nachspielzeit und holt den ersten Champions-League-Sieg seiner Geschichte.
"Ein topgeiles Gefühl", sagt Kalajdzic. Der Ärger über Walsh schmälert seinen Stolz auf die Mannschaft nicht: "Deswegen bin ich so stolz auf die Mannschaft, weil wir uns mit allem gewehrt haben."
Lang hat für die Stunden nach dem Schlusspfiff bereits einen Plan: "Heute werden wir zurecht ordentlich feiern."