Radikal

Jesolo streicht 20.000 Strand-Plätze

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Wer heuer den Urlaub in Italien verbringt, erlebt eine Überraschung.
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Wer in diesem Sommer nach Italien reist, muss sich auf neue Vorschriften einstellen. Am Traumstrand Punta Molentis im Südosten Sardiniens gelten die strengen Maßnahmen bereits und bleiben noch bis Samstag, 31. Oktober, aufrecht.

Einen Sonnenschirm darf dort nur aufspannen, wer ein Kind unter zehn Jahren oder eine Person über 65 Jahren begleitet. Alle anderen Badegäste müssen ohne Schirm auskommen. Die Gemeinde Villasimius begründet den Schritt mit dem Schutz der Natur, nachdem im Vorjahr ein Waldbrand wütete. Der Zugang kostet zudem zehn Euro Eintritt und erfordert eine Reservierung. Das Betreten der Dünen, die Beschädigung der Pflanzen und die Mitnahme von Sand sind ebenfalls verboten.

Weniger Platz in Jesolo

Auch an der nördlichen Adria, der klassischen Destination für den Italien-Urlaub vieler Österreicher, ändert sich vieles. In Jesolo werden die Abstände zwischen den Sonnenschirmen von drei mal zwei auf vier mal vier Meter vergrößert. Das bringt zwar mehr Komfort für die Gäste, führt aber dazu, dass rund 20.000 Liegeplätze komplett verschwinden. Auch in Bibione werden neue Regeln angedacht, allerdings setzt man hier auf spezielle Angebote für Alleinreisende. Es entstehen Single-Parzellen mit breiteren Liegen und Solar-Ladestationen für Handys. Die Auslastung kann per App in Echtzeit verfolgt werden.

Preise steigen kräftig an

Zusätzlich müssen Urlauber heuer tiefer in die Tasche greifen. Laut der Verbraucherorganisation Altroconsumo stiegen die Preise für Strandbäder im Schnitt um sechs Prozent, im Fünfjahresvergleich sogar um rund 24 Prozent. Im Nobelort Alassio kostet eine Woche in der ersten Reihe mit Schirm und zwei Liegen durchschnittlich 368 Euro. Günstiger ist es hingegen in Chiavari, wo es einen Sonnenschirm, Liegestuhl und Strandstuhl bereits um fünf Euro gibt.