Die Angreifer nahmen offenbar gezielt die Kühlsysteme für sensible Medikamente ins Visier. Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schlägt Alarm.
"Dem BSI sind einzelne Vorfälle bei Supermärkten und in der Pharmabranche bekannt", zitierte das Recherchenetzwerk "Correctiv" einen Sprecher der Behörde. Das BSI gehe allerdings davon aus, dass die Attacken "ungezielt und opportunistisch" seien.
"Die Angreifer suchen also nach verwundbaren Instanzen und nutzen diese aus, im Zweifel auch ohne zu wissen, welches Unternehmen oder welche Branche sie damit treffen."
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Verdacht führt nach Russland
Das Recherchenetzwerk berichtete zudem, dass prorussische Kanäle im Onlinedienst Telegram die jüngsten Angriffe Hackergruppen aus Russland zugeschrieben hätten.
Das BSI habe mitgeteilt, Kenntnis von entsprechenden Posts zu haben. Es gebe allerdings keine Hinweise, die diese Zuschreibungen belegten. Es sei daher nicht auszuschließen, "dass Trittbrettfahrer diese Angriffe ohne Beleg für sich reklamieren", zitierte Correctiv den BSI-Sprecher.
Moskau dementiert: "Das sind absurde Äußerungen, und wie immer sind sie durch nichts belegt", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow heute laut russischen Medienberichten. Es gebe einen "anhaltenden Trend" in europäischen Staaten, Russland "in alles hineinzuziehen".