Künftig soll es einfacher werden, Bargeld im Alltag zu bekommen – selbst ohne Einkauf im Supermarkt oder beim Bäcker. Gleichzeitig sollen Gebühren an Bankomaten transparenter werden.
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Besonders für Menschen in ländlichen Regionen könnte die Reform Vorteile bringen. Weil Bankfilialen und Geldautomaten vielerorts verschwinden, wird der Zugang zu Bargeld zunehmend schwieriger. Hier sollen zusätzliche Möglichkeiten im Handel helfen.
Bis zu 150 Euro ohne Einkauf
Nach den bisherigen Plänen sollen Supermärkte, Bäckereien und andere Händler Bargeld auszahlen können, ohne dass Kunden dafür etwas kaufen müssen. Vorgesehen ist eine Obergrenze von bis zu 150 Euro pro Abhebung. Zur Sicherheit könnte die Auszahlung beispielsweise durch Bankomatkarte und PIN bestätigt werden.
Allerdings bleibt das Angebot freiwillig. Kein Geschäft muss Bargeld auszahlen, außerdem muss genügend Geld in der Kassa vorhanden sein.
Gebühren müssen vorher sichtbar sein
Auch bei Bankomaten sind Änderungen geplant. Kunden sollen künftig bereits vor der Bestätigung einer Abhebung über sämtliche anfallenden Gebühren informiert werden. Das betrifft insbesondere Automaten fremder Betreiber sowie mögliche Wechselkursaufschläge bei Fremdwährungen. So können Konsumenten entscheiden, ob sie die Transaktion durchführen oder abbrechen möchten.
Die EU-Institutionen hatten sich Ende November 2025 vorläufig auf neue Vorschriften für Zahlungsdienste verständigt. Das Gesetzgebungsverfahren ist allerdings noch nicht endgültig abgeschlossen. Bis die Regeln verbindlich gelten, bleiben die bisherigen Bestimmungen in Kraft.