Jeder Dritte

Jobsuche dauert länger als ein Jahr

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Alarm beim AMS: Die Langzeitarbeitslosigkeit ist gestiegen.
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Die aktuellen Arbeitslosenzahlen kennen nur einen Trend, nämlich den nach oben. Das Arbeitsmarktservice (AMS) vermeldet im September 381.200 Personen ohne Beschäftigung oder in Schulung. Die Zahl der arbeitslosen Frauen nahm um sechs Prozent zu, die der Männer sank um 0,6 Prozent. Ein Drittel von Ihnen sucht schon länger als ein Jahr.

Mehr als 100.000 langzeitarbeitslos

Die Meldungen über den Anstieg bei Frauen und bei Akademikern sowie Lehrstellensuchenden zeigen den alarmierenden Trend. Doch ein ebenso deutliches Plus zeigen das Ansteigen der Langzeitarbeitslosigkeit. Das AMS vermeldet einen Anstieg um satte elf Prozent im Jahresvergleich auf 104.101 Personen. Damit ist jeder dritte Arbeitssuchende länger als ein Jahr auf der Suche.

Betroffen sind hier überdurchschnittlich oft Frauen. AK-Präsidentin Renate Anderl : "Seit der Anhebung des Frauenpensionsalters wächst die Zahl der arbeitslosen Frauen über 60 Jahre deutlich." Wer ein höheres Pensionsantrittsalter fordere, müsse auch die Bedingungen schaffen, dass die Beschäftigung überhaupt möglich sei, kritisiert Anderl.

Nicht in der Statistik hineingerechnet ist die sogenannte "Stille Reserve" in Österreich. Also jene Personen die sich ganz vom AMS abgemeldet haben und damit in den Statistiken gar nicht mehr auftauchen. Laut Experten mache das zwischen 100.000 und 160.000 zusätzliche Personen aus. Auch hier entfällt der größere Teil auf Frauen.