55 Minuten Leid

Joggerin totgebissen: 24.000 Euro Schmerzensgeld

© laumat.at / Matthias Lauber/Facebook
Das Hundeattacke-Opfer musste fast eine Stunde lang massive Schmerzen ertragen, bevor es an den schweren Bissverletzungen gestorben war.
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Die grauenhafte Hundeattacke in Naarn beschäftigt weiter die Justiz. Am 2. Oktober 2023 wurde eine Joggerin beim Laufen auf einem Feldweg von drei American Staffordshire Terriern angegriffen. Die 60-Jährige erlitt schwere Bissverletzungen und starb noch vor Ort. Ihr Ehemann und ihr Sohn forderten als Rechtsnachfolger insgesamt 24.000 Euro Schmerzengeld von der Hundehalterin.

55 Minuten voller Qualen

Nach den Feststellungen des Gerichts musste die Frau rund 55 Minuten lang schwerste körperliche Schmerzen und massive Todesangst ertragen. Die Bissverletzungen unter anderem Gesicht, Nacken, Brust und Arme beziehungsweise Beine. Die Versicherung hatte bereits 5.000 Euro bezahlt, offen waren damit 19.000 Euro. Das Landesgericht Linz sprach dennoch die vollen 24.000 Euro zu. Die Hundehalterin argumentierte dagegen, die bisherige Zahlung sei ausreichend.

OLG bestätigt Urteil

Das Oberlandesgericht Linz bestätigte nun die Entscheidung. Für die Höhe des Schmerzengeldes sei nicht ausschließlich entscheidend, wie lange die Schmerzen andauerten. Auch die Schwere der Verletzungen, die Todesangst und das bewusste Erleben der ausweglosen Situation seien wichtige Faktoren. Gerade bei einem Tod nach schwersten Verletzungen könne die konkrete Situation des Opfers entscheidend sein. Das Urteil ist rechtskräftig.