Netzentgelte
Kärntner LH Fellner zitiert Kelag-Spitzen zum Gespräch
Kärntens Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) hat angesichts einer angekündigten Erhöhung der Netzgebühren in Kärnten um knapp zehn Prozent ab 2027 die Spitzen des Energieversorgers Kelag und dessen Tochter Kärnten Netz GmbH zu einem "Klärungsgespräch" geladen. In einer Aussendung am Montag bezeichnet Fellner die Erhöhung als "völlig unverständlich und schlichtweg nicht nachzuvollziehen". Die Landesregierung fordert die Einführung eines bundesweit einheitlichen Netztarifs.
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Kärnten-Netz-Geschäftsführerin Eva Tatschl-Unterberger begründet die Erhöhung vergangene Woche gegenüber dem ORF Kärnten mit niedrigeren Wasserführungen in Kärnten seit 2025, wodurch mehr Strom aus anderen Bundesländern bezogen werden müsse. Außerdem verwies sie auf Investitionen sowie Reparaturkosten und gesunkenen Absatz durch mehr Photovoltaikanlagen im Land. Betroffen von den Erhöhungen sind Stromkunden in Kärnten mit Ausnahme des Bereichs der Klagenfurter Stadtwerke. In deren Bereich werden die Netzentgelte sinken.
Fellner kritisiert: "Kärnten hat seit Jahren die höchsten Netzgebühren Österreichs. Bislang wurden diese mit dem weit verzweigten Leitungsnetz in abgelegenste Gebiete erklärt. Die nunmehrige Argumentation für den ab Jänner 2027 bevorstehenden Preisanstieg ist allerdings nicht mehr nachzuvollziehen." Immerhin leiste Kärnten einen "enormen Beitrag zur gesamtösterreichischen Ökostrom-Versorgung". Der Landeshauptmann verlange eine Darlegung der Kalkulation und Vorschläge, wie die Tariferhöhungen reduziert werden könnten. "Die KNG muss alle internen Möglichkeiten und Potenziale zur Kostensenkung ausschöpfen."