Krieg im nahen Osten

Katar will F1-Grand Prix trotzdem austragen

© LAT Images
Noch immer steht nicht fest, ob die Formel 1, trotz der militärischen Eskalation im nahen Osten, in diesem Jahr in Katar und Abu Dhabi fahren wird. In Katar selbst ist man überzeugt, dass das Rennen stattfinden könne.
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Fährt die Formel 1 in diesem Jahr noch in Katar und Abu Dhabi oder nicht? In den kommenden Wochen soll es dazu eine Entscheidung geben, und wenn es nach Katar selbst geht, dann soll die Motorsport-Elite im November wie geplant in das Emirat reisen.

"Der Plan ist, das Rennen auszutragen", sagt Abdulrahman bin Abdullatif Al Mannai, Präsident von Katars nationalem Motorsportverband QMMF und des Lusail International Circuit. Er betont: "Wir sind voll einsatzbereit und bereiten uns auf die MotoGP vor, und das Gleiche gilt für unsere Gespräche mit der Formel 1."

Die MotoGP soll planmäßig drei Wochen vor der Formel 1 ausgetragen werden. Allerdings ist auch hier die Situation noch nicht geklärt und eine Austragung des Rennens nicht in trockenen Tüchern. In der Region ist die Lage weiterhin problematisch. Iran und die USA haben ihren Konflikt noch immer nicht beigelegt, weshalb es immer wieder zu Raketenbeschuss kommt.

Laut Al Mannai "Normalität eingekehrt"

Zwar betont Al Mannai: "Katar ist seit mehreren Monaten sicher. Unser Flughafen läuft zu 100 Prozent, insbesondere was Transitflüge zwischen Asien und Europa betrifft. Wenn Sie nach Katar kommen, werden Sie sehen, dass bei uns wieder Normalität eingekehrt ist."

Allerdings griff Iran beispielsweise laut eigenen Angaben erst in dieser Woche US-Ziele in Kuwait, Jordanien und Bahrain an. Katar selbst war zwar in der Tat nicht betroffen, doch auch Al Mannai gesteht: "Natürlich lässt sich manches nicht vorhersehen. Es ist schwierig. Wir wissen nicht, was passieren wird."

"Von unserer Seite aus können wir die Vorbereitungen nicht stoppen. Wir müssen bereit sein. Wir gehen Schritt für Schritt vor, um die Lage zu beobachten und zu bewerten. Aber im Moment ist alles in Ordnung. Alles bleibt wie geplant", betont er.

Ferrari-Teamchef weist auf Zeitdruck hin

"Es wird davon abhängen, was in den kommenden zwei Monaten oder so passiert", erklärt er. Das Problem ist allerdings, dass der Formel 1 nicht mehr so viel Zeit bleibt, um eine Entscheidung zu treffen. Denn die Rennen in Katar und Abu Dhabi brauchen eine gewisse Vorlaufzeit.

"Aus logistischen Gründen müssen wir alle gemeinsam bis September eine Entscheidung treffen", erklärte Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur jüngst. Der zeitliche Faktor spricht daher also eher gegen Katar.

Frederic Vasseur will Entscheidung im September © APA/AFP/JOHN THYS

Wie die Formel 1 nun entscheiden wird, bleibt abzuwarten. Eines dürfte aber klar sein: Katar wird alles dafür tun, um den Grand Prix wie geplant auszutragen. Falls es dazu kommt, bleibt abzuwarten welche Auswirkungen das auch auf den eine Woche später stattfindenden Grand Prix in Abu Dhabi hat.