Im Dechanthof in Mistelbach leben aktuell 200 Katzen, darunter etwa 100 Kitten. Viele Jungtiere sind mutterlos und brauchen eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung.
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"Wir sind voll ausgelastet. Sie müssen alle zwei bis drei Stunden mit der Hand gefüttert werden", erklärt Obfrau Elisabeth Bock in einem Interview gegenüber ORF NÖ. Pflegerin Katharina Novotny nennt die nächtliche Fütterung "einen Knochenjob". Auf dem Land werde das Problem oft unterschätzt: "Manche sagen, das würde ohnehin die Natur regeln, aber eigentlich vermehren sie sich dann explosionsartig", so Bock.
Vielerorts prekäre Lage
Auch Heime in Ternitz, Amstetten und Krems melden rasante Anstiege. In St. Pölten ist die Lage ebenso prekär. Obmann Thomas Kainz betont: "Es fehlt an allen Ecken und Enden." Dringend benötigt werden Spenden für Tierarzt, Spezialfutter und Aufzuchtmilch. Während Kitten schnell vermittelt werden, warten ältere Tiere länger. "Im Sommer sind es vor allem Katzen ab einem Jahr, die ein bisschen untergehen", bedauert Novotny. Trotz Überlastung bitten die Heime, Katzen nie auszusetzen. Bock stellt klar: "Wenn wir nein sagen, wissen wir, dass diese Tiere dem Tod geweiht sind. Wir sind den Tieren verpflichtet, da ist es für uns immer ein Notfall."