Der Anthropic-Mitarbeiter Salim Alpoege setzte ein KI-Sprachmodell auf die sogenannte Jacobi-Vermutung an – ein mathematisches Problem, das Forschende seit Jahrzehnten beschäftigt. Die Berechnung begann am 19. Juli 2026, ausgerechnet während das WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien in New York lief. Statt eines Beweises lieferte die KI jedoch etwas anderes: ein Gegenbeispiel, das zeigt, dass die Vermutung nicht allgemeingültig ist. Damit gilt die Jacobi-Vermutung in ihrer bisherigen Form als widerlegt.
Experten zeigen sich beeindruckt
Der Mathematiker Akhil Mathew von der University of Chicago hatte Alpoege zuvor auf das Problem aufmerksam gemacht. Er schlug vor, moderne KI-Modelle für die Suche nach einer Lösung einzusetzen. Jahrzehntelang hatten Fachleute vergeblich versucht, die Vermutung zu beweisen – ohne Erfolg.
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"Eine große Sache"
Auf Spektrum.de wird die Entdeckung als bedeutender Meilenstein eingeordnet: "Das ist eine große Sache – es handelt sich um eine berühmte Frage der algebraischen Geometrie, über die sich viele Menschen Gedanken gemacht hatten." Auch der Fields-Medaillist Jacob Tsimerman von der University of Toronto lobte die Leistung der KI. "Künstliche Intelligenz ist ausgezeichnet, um Gegenbeispiele zu finden. Ich selbst hätte niemals die Geduld, etliche mögliche Gegenbeispiele durchzuspielen." Seine Einschätzung zeigt, welches Potenzial KI inzwischen auch in der mathematischen Spitzenforschung besitzt.
Neue Rolle für Künstliche Intelligenz
Der Fall könnte ein Vorgeschmack auf die Zukunft der Wissenschaft sein. Statt nur Texte zu schreiben oder Bilder zu erzeugen, helfen moderne KI-Systeme zunehmend dabei, komplexe wissenschaftliche Fragestellungen zu lösen. Die Widerlegung der Jacobi-Vermutung könnte deshalb nicht nur für Mathematiker ein Meilenstein sein, sondern auch den Stellenwert künstlicher Intelligenz in der Forschung nachhaltig verändern.