Missbrauch

Kinder nach Razzia aus Drogen-Wohnungen gerettet

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Die oberösterreichische Polizei entdeckte nach einem Hinweis aus Deutschland eine Cannabisplantage. Sechs Verdächtige wurden bereits gefasst, mehrere Kinder aus Wohnungen geholt. Zudem fand die Polizei in der Wohnung der Hauptverdächtigen einen Raum, der für kinderpornografische Aufnahmen eingerichtet war.
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. Die Polizei konnte im Bezirk Braunau einem Drogenring das Handwerk legen. Die Verdächtigen sollen mindestens 18 Kilogramm Marihuana und andere Drogen in Umlauf gebracht haben. Die Ermittlungen führten zu mehreren Festnahmen und auch Kindesabnahmen. Im Raum steht zudem der Verdacht der Kinderpornografie. Das hauptverdächtige Paar wurde bereits verurteilt.

18 Kilogramm Drogen verkauft

Die Polizei erhielt im März einen Hinweis aus Deutschland: Daraufhin durchsuchten Ermittlerinnen und Ermittler der Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis Anfang April ein Wohnobjekt im Bezirk Braunau. Angetroffen wurden ein 44-jähriger Verdächtiger, seine 37-jährige Partnerin und deren zwei Kinder. Gemeinsam mit der Kinder- und Jugendhilfe wurden die beiden zum Zeitpunkt sieben und 14 Jahre alten Kinder der Frau in Obhut genommen. Auch bei weiteren Verdächtigen in der Nachbarschaft waren Kindesabnahmen wegen akuter Gefährdung durch den Drogenhandel notwendig.

Bei der Razzia konnten eine professionelle Cannabisplantage, Waffen sowie Drogen sichergestellt werden. Der Verdacht: Das Paar habe in den letzten Monaten 18 Kilogramm Marihuana und andere Betäubungsmittel verkauft.

Verdacht auf Kinderpornografie

Neben Drogen fand die Polizei auch einen Raum, der für pornografische Aufnahmen eingerichtet war. Hinweise deuten darauf hin, dass dort kinderpornografische Aufnahmen von Kindern einer früheren Partnerin des Hauptverdächtigen angefertigt worden sind.

Die weiteren Ermittlungen führten auch zur Aufdeckung einer größeren Struktur von Drogenlieferantinnen und Drogenlieferanten. Insgesamt werden vier weitere Personen beschuldigt, Drogen in das Haus zur Weiterverarbeitung geliefert zu haben. Bis jetzt wurden sechs Verdächtige verhaftet, zahlreiche Abnehmer ermittelt und vier mutmaßliche Opfer von Sexualdelikten identifiziert. Zusätzlich zum Drogengeld konnten große Mengen an digitalen Beweisen sichergestellt werden.

Mehrjährige Haftstrafen

Das hauptverdächtige Paar wurde bereits wegen der Drogendelikte zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Ermittler konnten rund 1,6 Kilogramm Marihuana, ein Kilogramm Amphetamin, größere Mengen an Ecstasy-Tabletten und Drogengeld sicherstellen. Alle Verdächtigen bekannten sich umfassend zu den Drogenvorwürfen schuldig. Es gilt die Unschuldsvermutung.