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Kinderbetreuungsatlas: 36 % der Gemeinden verweigern Auskunft

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Die AK OÖ fordert eine verpflichtende und professionelle Bedarfserhebung in Gemeinden und Bezirken.
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"Das Kinderbetreuungsangebot im Land schwankt sehr stark. Für viele berufstätige Eltern reicht es nicht aus. Das muss sich ändern", sagt AK OÖ-Präsident Andreas Stangl.

Seit 27 Jahren untersucht die Arbeiterkammer Oberösterreich die Situation der institutionellen Kinderbetreuung und trägt die Ergebnisse im Kinderbetreuungsatlas zusammen. Für den aktuellen Stand wurden zwischen Mai und Juli 2026 in Kooperation mit dem Institut für Empirische Sozialforschung (IFES) die Daten bei den Gemeinden erhoben und ausgewertet. Dieses Jahr beteiligten sich 279 von 438 oberösterreichischen Gemeinden an der Erhebung. Rund 36 Prozent der Gemeinden verweigerten laut AK OÖ die Amtshilfe.

Erschwerte Rückkehr in Job

Von den Teilnehmenden erreichen 157 Gemeinden die Bestwertung. Wie in den Vorjahren weisen die Bezirke Linz Stadt und Linz-Land, Eferding, Steyr Stadt und Wels Stadt bzw. Wels-Land die meisten 1A-Bewertungen auf. Wer nur ein eingeschränktes oder gar kein Angebot für Kinder in seiner Gemeinde bietet, wird mit C oder D bewertet. Aktuell sind das 18 Gemeinden über alle oberösterreichischen Bezirke verteilt. Besonders kritisch bleibt die Situation bei den Unter-Dreijährigen: Durch das dürftige Angebot, werde laut Stangl vielen Eltern die Rückkehr zum Arbeitsplatz erschwert. In nur 31 Gemeinden gibt es für die Kleinsten ein Angebot, das die Anforderungen der höchsten Kategorie 1A erfüllt.

Haberlander gegen hartnäckige Behauptungen

"Rund um unser Kinderland halten sich einige hartnäckige Behauptungen. Zeit, mit ein paar davon aufzuräumen!", sagt LH-Stv. Bildungslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP): Es seien nicht 30 Kinder in einer Gruppe sondern maximal 22 Kinder pro Kindergartengruppe. Die Betreuung endet nicht um 13 Uhr. Bei rund 90 % der Einrichtungen sei laut Haberlander Betreuung zumindest bis 16 Uhr möglich. Nur 14 % nehmen es in Anspruch. Oberösterreich kämpft gegen einen Mangel an pädagogischen Fachkräften: 542 zusätzliche Beschäftigte sind laut Land OÖ alleine heuer dazu gekommen.