Die Tabernacle Chapel United Reform Church (URC) in der walisischen Ortschaft Rhayader hat nach 305 Jahren ihren allerletzten Gottesdienst abgehalten. Zu der Messe fanden sich lediglich drei Personen ein. Einer von ihnen war der 86-jährige Mike Bennett, der das Gotteshaus bereits seit 81 Jahren besucht. Da seine Frau Joyce, die das Gebäude 50 Jahre lang gereinigt hatte, und ein weiteres Mitglied aufgrund von gesundheitlichen Problemen in letzter Zeit fernbleiben mussten, blieb Bennett als einziger aktiver Kirchgänger übrig.
Ein Mann für fünf Aufgaben
Mit dem starken Mitgliederschwund wuchsen auch Bennetts Pflichten. Zuletzt übernahm der 86-Jährige gleich fünf verschiedene Rollen innerhalb der kleinen Gemeinde: Er mähte den Rasen, war als Generalsekretär und als Kanzelsekretär tätig, er spielte während der Messen die Orgel und war seit Juli auch Schatzmeister.
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Zu große Last für einen Kirchgänger
Diese Last wurde für den alleinigen Gläubigen schließlich zu groß. Über das Ende der Gemeinde sagte Bennett: "Ich komme hierher, seit ich fünf Jahre alt bin, deshalb fällt mir diese Schließung schwer." Zudem erklärte er laut leaderlive.co.uk, dass der zusätzliche Posten als Schatzmeister einfach zu viel für ihn geworden sei: "Das ist also ein weiterer Job, der auf mich zugekommen ist. Ich habe einfach das Gefühl, dass ich nicht mehr weitermachen kann. Leider passieren solche Dinge, was hinter der Schließung steckt."