Horror-Verletzung
Klinsmann-Sohn: Vier Schrauben im Nacken
Die Folgen des schweren Zusammenpralls begleiten Jonathan Klinsmann bis heute. Nach der schweren Kollision auf dem Spielfeld stabilisieren derzeit vier Schrauben den Nacken des 29-jährigen Torhüters. Dieser Zustand soll jedoch nicht von dauerhafter Natur sein, denn der Profi kündigte gegenüber der "Gazzetta dello Sport" bereits die nächste bevorstehende Operation an. In vier Monaten werde er sich diesem weiteren Eingriff unterziehen, um die vier Schrauben im Nacken wieder entfernen zu lassen.
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Schwere Kollision auf dem Rasen
Wie ernst die Lage um den Schlussmann tatsächlich war, verdeutlicht der Rückblick auf das Geschehen. Im Duell zwischen Cesena und Palermo kollidierte der Torhüter mit Gegenspieler Filippo Ranocchia. Der Tormann registrierte sofort nach dem Zusammenstoß, dass eine gravierende Beeinträchtigung vorlag. Klinsmann schilderte die dramatischen Sekunden auf dem Platz: "Zum Glück habe ich den Innenverteidigern gesagt, sie sollen den Ball festhalten, weil ich meinen Hals nicht bewegen konnte. Hätten sie mir den Ball zugespielt, hätte ich nicht einmal nach unten schauen können: Meine Muskeln verkrampften sich, um mich vor weiteren Verletzungen zu schützen."
Transport und Diagnose im Spital
Im Anschluss an die Partie transportierte man den Keeper umgehend in ein Krankenhaus in Palermo. Die dort durchgeführten Untersuchungen bestätigten schließlich den schlimmen Verdacht: Der Sportler hatte sich einen Halswirbel gebrochen. Zur weiteren medizinischen Versorgung und Behandlung ging es für ihn gleich am folgenden Tag nach Heidelberg.
Schwere Stunden für die Familie
Neben den körperlichen Strapazen bedeutete die Ausnahmesituation auch eine enorme mentale Belastung für das Umfeld des Spielers. Besondere Erschütterung löste bei Klinsmann die Reaktion seiner Angehörigen aus, als diese im Spital mit den Tatsachen konfrontiert wurden. "Der schwierigste Moment war im Krankenhaus, bei meinem Vater und meiner Freundin, als ihnen der Ernst der Lage bewusst wurde. Es war schwer, sie so zu sehen", gestand der 29-Jährige rückblickend.