Alpen-Schock

"Königin der Dolomiten" schmilzt dahin – Hitze kennt keine Grenzen

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Die anhaltende Hitzewelle setzt dem Marmolada-Gletscher in den Dolomiten weiter stark zu. Selbst auf dem 3.343 Meter hohen Gipfel Punta Penia liegen die Temperaturen seit Monaten dauerhaft über dem Gefrierpunkt.
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Nach Angaben von Meteorologen schmilzt der größte Gletscher der Dolomiten deshalb ununterbrochen.

"Die anhaltende Hitze belastet die Gletscher in allen Höhenlagen", sagte der Meteorologe Flavio Tolin von Marmolada Meteo laut der Tageszeitung "Corriere del Trentino". Seit April würden an der Messstation durchgehend überdurchschnittliche Temperaturen registriert.

Höchstwerte von fast 13 Grad Celsius

An einzelnen Tagen seien Höchstwerte von fast 13 Grad Celsius gemessen worden. Zusätzlich verschärfen heftige Gewitter die Lage. Regen falle inzwischen selbst in Höhen bis zu 4.000 Metern, wo früher Schnee zu erwarten gewesen wäre. Das beschleunige neben der Schmelze auch die Erosion des Gletschers. Am vergangenen Wochenende verursachten Starkregen und Murenabgänge bereits Schäden im Fassatal.

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Eine Entspannung ist vorerst nicht in Sicht. Für die kommenden Tage erwarten Meteorologen erneut steigende Temperaturen. Erst zum Wochenende könnte die Hitzewelle etwas nachlassen. Auch in Südtirol bleibt die Belastung hoch. Im Raum Bozen und Meran werden in dieser Woche erneut Höchstwerte von mehr als 35 Grad erwartet, in den übrigen Landesteilen liegen die Temperaturen vielfach über 30 Grad.

Die Marmolada ist mit 3.343 Metern der höchste Berg der Dolomiten und wird oft als "Königin der Dolomiten" bezeichnet. Sie liegt an der Grenze zwischen den italienischen Regionen Venetien und Trentino-Südtirol. An ihrer Nordseite befindet sich der größte Gletscher der Dolomiten, der Marmolada-Gletscher, der in den vergangenen Jahrzehnten infolge des Klimawandels stark an Fläche und Volumen verloren hat.

Gletschersturz vor einigen Jahren

Bereits vor einigen Jahren kam es zu einem schweren Unglück am höchsten Berg der Dolomiten. Am 3.Juli.2022, löste sich ein riesiger Eisblock vom Gletscher und riss 11 Bergsteiger in den Tod. Acht weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Dieses Ereignis zählt bis heute zu den schlimmsten Bergunglücken des vergangenen Jahrzehnts in Italien.